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Die Rolle der Jugendhilfe in der Medienerziehung junger Menschen

Klaus Schäfer

− Die Mediennutzung in Kindheit und Jugend ist äußerst vielfältig

Neue Medien prägen heute den Alltag von Kindern und Jugendlichen und haben ihn nahezu vollkommen durchdrungen. Fernseher, Radio, CD-Player, Computer, Handys gehören zu den beliebtesten Freizeitgegenständen und sind überall präsent. Mit den Freunden zu chatten, via E-Mail zu kommunizieren, Musik zu hören, LAN-Partys zu besuchen, Surfen im Internet und sich per Handy zu verabreden sind dominierende Aktivitäten und Ausdruck des Stellenwertes dieser Massenmedien. Für viele junge Menschen ist die technische Ausstattung auch Statussymbol, sie drängen nach den neuesten Produkten und wollen sich so gegenüber Gleichaltrigen profilieren. Und dies nicht erst im jugendlichen Alter. Bereits Kinder sind "Experten" wenn es um die Nutzung der neuen Medien geht. Sie lernen schon sehr früh den Umgang damit. Der erste Kontakt entsteht häufig über Fernsehen, Film, CD und Musikkassetten und setzt sich später über das Handy und den Computer fort. Die Vielfalt der in den Kinderzimmern vorhandenen Medien, in denen auch das Buch und Spiele ihren Platz haben, zeigt, über welche Optionen Kinder und Jugendliche bei der Auswahl und Nutzung von Medien bereits verfügen. So weist allein der Katalog möglicher Apparate siebzehn unterschiedliche technische Geräte auf. Allerdings ist ihre Nutzung alterspezifisch geprägt und daher sehr verschieden. Es fällt auf, dass der Computer "nur" an sechster Stelle steht, das Handy – was nicht anders zu erwarten war – mit Abstand am stärksten genutzt wird. Dabei ist – wie dies vor wenigen Jahren noch beobachtet wurde – kaum mehr ein relevanter geschlechtsspezifischer Unterschied feststellbar. Auch für Mädchen sind das Handy, der Computer und die Nutzung des Internets nahezu selbstverständlich geworden (JIM-Studie 2007, zitiert nach Neuß 2008).

Auf den Gebrauch von Computerspielen ist besonders hinzuweisen. Ihr Erfolgszug scheint unaufhaltsam, der Absatz von Computerspielen ist reißend. Die Flut neuer Produkte kennt scheinbar keine Grenzen. Die Games Convention in Leipzig, nach eigenen Angaben die größte Computerspielemesse der Welt, erfreute sich auch 2008 wieder eines Massenansturms jugendlicher Spielefans, die die Neuheiten auf dem Computerspielemarkt kennen lernen wollten.

In der öffentlichkeit aber werden meist nur die gewaltverherrlichenden Spiele gesehen und deren mögliche Folgen für das individuelle und soziale Verhalten der Jugendlichen diskutiert. Dabei machen solche Spiele nur einen Ausschnitt der gesamten Spiele-Landschaft aus. Tatsächlich überwiegen eher Spiele mit ausschließlichem Unterhaltungscharakter oder Lernspiele etc.

Über den Autor


Klaus Schäfer
Prof., Diplom-Pädagoge, Leiter der Abteilung "Jugend und Kinder" im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration Nordrhein-Westfalen, Honorarprofessor an der Universität Bielefeld. Zweijährige hauptamtliche Tätigkeit als Bildungsreferent bei einem Jugendverband; zehnjährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe. Seit 1990 im Jugendministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zunächst Referats- und Gruppenleiter für den Bereich Jugendpolitik; jetzt Abteilungsleiter für den Gesamtkomplex der Kinder- und Jugendhilfe; Mitwirkung beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge; Mitglied im Kuratorium des Deutschen Jugendinstituts; Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe.