Springe direkt zu:

Sie sind hier: Materialien / Bücher
Suche
Suchbox 

GMK-Shop

Buchcover: Lost

Lost? Orientierung in Medienwelten <br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

Buch bestellen

Dieter Baacke Preis

Screenshot dieterbaackepreis.de

Auf der Webseite finden Sie ausführliche Infos zum Preis sowie wissenschaftliche Texte und Praxisbeispiele.

Zur Webseite

Medienpädagogik, Medienbildung, Medienkompetenz

Screenshot gmkblog.de

Das Webblog der GMK!

gmkblog.de

Let´s get lost!

Möglichkeiten eines von der Queer-Theorie motivierten Wi(e)derlesens von Medientexten

Melanie Plösser

„Aufwachsen heute erfordert kompetentes Navigieren in Medienwelten. Doch die notwendige Kompetenz entsteht nicht von selbst. Kinder, Jugendliche und Familien benötigen Orientierung“ (GMK 2007, S. 2). Wird die aktuelle Medienlandschaft als „Dschungel“ verstanden, in dem die Gefahr besteht, „lost“ (ebd.) zu gehen, eröffnet sich mit der Queer-Theorie ein Umgang mit Medientexten, der genau darauf abzielt, zu desorientieren und Vertrautes in Frage zu stellen. „Let’s get lost“ kann als Aufforderung der unter dem Begriff „queer“ firmierenden Ansätze begriffen werden, tradierte Orientierungsmuster zu irritieren, vertraute Wege medialer Darstellungen von Identität zu verlassen und für bislang ausgeblendete oder nicht anerkannte Identitäten einzutreten. Das (medien-) pädagogische Potential eines solchen – gängige Deutungs- und Ordnungsmuster in Frage stellenden – Vorgehens soll in diesem Beitrag aufgezeigt werden.

Da die Queer-Theorie einen anderen Umgang mit Identitäten postuliert, wird zunächst mit Bezug auf die Ansätze der poststrukturalistischen Philosophin Judith Butler das den "queeren" Ansätzen zu Grunde liegende "performative Verständnis von Identität" vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die von der Queer-Theorie aufgezeigten "Dilemmata eines anerkennenden Umgangs mit Identität" skizziert. Vor dem Hintergrund dieser Problematiken zielen "queere" Ansätze auf einen "kritisch-öffnenden Umgang" mit Identitäten ab. Verdeutlicht werden diese Ziele an den Praxen der US-amerikanischen Queer-Bewegung. Schließlich geht es um die "(medien-)pädagogischen Potenziale" eines von der Queer-Theorie motivierten kritischen Wi(e)derlesens von Medientexten.

Über die Autorin


Melanie Plösser
Prof. Dr., Studium der Erziehungswissenschaften, mehrjährige praktische Tätigkeit als Pädagogin in der Jugendarbeit und in der Drogenhilfe, sechs Jahre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld, seit 2007 Professorin für Theorien und Konzepte der Sozialen Arbeit am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Kiel. Arbeitschwerpunkte: Differenz und Vielfalt in der Sozialen Arbeit, Gender- und Queerforschung.