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Buchcover: Lost

Lost? Orientierung in Medienwelten <br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Spirituelle Lebenspraxis als Orientierungshilfe in der Mediengesellschaft

Rüdiger Funiok

− Leben in der Mediengesellschaft

Ob man lieber von einer Wissensgesellschaft oder bescheidener von einer Informations- und Mediengesellschaft spricht – unsere gegenwärtige Gesellschaftsform ist von der wachsenden Bedeutung wertpluraler Medien gekennzeichnet. Die Charakteristika der Mediengesellschaft sind nach Jarren (2001, S. 11):

  • Die Medienangebote haben sich immer mehr ausgebreitet, sowohl in quantitativer (Zahl der Medien) wie in qualitativer Hinsicht (Formate und Angebotsformen).
  • Stetig zugenommen hat die Vermittlungsleistung (Programm- und Datenmenge, Rund-um-die-Uhr-Angebot) und Vermittlungsgeschwindigkeit. Alle schriftlichen, bildlichen, auditiven und audiovisuellen Datenformen besitzen durch die digitale Technik ein einheitliches Multimedia-Format und sind über dasselbe Internet zu jeder Zeit abrufbar.
  • "Die Medien durchdringen immer stärker und engmaschiger alle gesellschaftlichen Bereiche (‚Medialisierung’). So müssen Organisationen mit einer ständigen Medienberichterstattung rechnen und sich auf eine entsprechende ständige Nachfrage einstellen." (Jarren 2001, S. 11)
  • Die Medien haben wegen ihrer Präsenz in den meisten gesellschaftlichen Bereichen eine hohe Aufmerksamkeit und Anerkennung gewonnen.

Auch die interne und externe Kommunikation von Glaubensgemeinschaften bedient sich mit verschiedenen Kommunikationsmodi und -absichten der alten und neuen Medien: zur Glaubensverkündigung an Mitglieder und Interessierte ("elektronische Kanzel"), zur Wahrnehmung ihrer öffentlichen Gesprächsbeiträge (Öffentlichkeitsarbeit) und als Instrumente einer, auch emotionalen, Vergemeinschaftung (vgl. Döveling/Funiok 2007).

Über den Autor

Rüdiger Funiok
Prof. Dr., Studium der Philosophie, Theologie, Pädagogik und Kommunikationswissenschaft. Seit 1992 Professor für Kommunikationswissenschaft und Pädagogik an der Hochschule für Philosophie München und Leiter des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Erwachsenenpädagogik (IKE) an dieser Hochschule. Arbeitsschwerpunkte: Medienethik, Theorie der Erwachsenenbildung.