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Buchcover: Körper. Kult.Medien.

Körper. Kult. Medien.<br />Inszenierungen im Alltag und in den Medien<br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Menschen (Maschienen/Medien) Bilder

Digitale Menschenbilder im medienhistorischen Kontext

Gundolf S. Freyermuth

Machen Kleider Leute, so Medien Menschenbilder. Denn Medien sind, wie Marshall McLuhan erkannte, „extensions of man“, spezifische Erweiterungen des Menschen Möglichen (M. McLuhan 1965, S. 464). Sie steigern technisch kreatürliche Fähigkeiten, zu hören, zu sehen, zu handeln. Damit verändern sie nicht nur die Wahrnehmung unserer Umwelt, sie ermöglichen neue Blicke auf uns selbst. Medien schafft sich die Gesellschaft, betont etwa Niklas Luhmann, zu ihrer Selbstbeobachtung (Luhmann 1995, S. 173).

Das von den Medien vermittelte Menschenbild zu rekonstruieren, es in seinem Werden und Wirken zu begreifen, ist daher zu jeder Zeit ein lohnendes, weil für das zeitgenössische Selbstverständnis konstitutives Unterfangen. Besondere Bedeutung gewinnt es freilich in Zeiten des Umbruchs. Dass sich gegenwärtig, zumindest in den fortgeschrittensten Regionen und Schichten, ein radikaler Wandel vollzieht, lässt schon der Blick auf die nahezu täglichen Erfolgsmeldungen aus den Bereichen Robotik, Maschinenintelligenz und Nanotechnologie, Medizin und Genforschung erkennen. Grundsätzlicher reflektiert wird der epochale Umbruch in einer Vielzahl natur- und geisteswissenschaftlicher Monographien.

Der auffällige Umstand, dass diese bahnbrechenden Untersuchungen samt und sonders im englischen Sprachraum entstanden, indiziert Ausgangspunkt und Zentrum der techno-kulturellen Umwälzung. Der deutschen Perspektive eignet damit eine gewisse, keineswegs freiwillig gewonnene Distanz. Was allerdings der praktischen naturwissenschaftlich-technischen Beteiligung zum Nachteil gereicht, mag der kulturwissenschaftlichen Analyse durchaus ein Vorteil sein. Die kritische Distanz soll daher noch durch zwei Anstrengungen verstärkt werden, zusätzlichen Abstand zu gewinnen. ...

Über den Autor

Gundolf S. Freyermuth
Prof. Dr., Medientheoretiker, Medienhistoriker, Reporter und Romancier, lehrt Angewandte Medienwissenschaften an der Internationalen Filmschule Köln. Zahlreiche Sachbücher und Romane, rund 400 Aufsätze, Essays und Reportagen. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Kulturgeschichte der Digitalisierung, A/V-Digitalisierung, Transmedialisierung des Wissenstransfers.

Links

www.filmschule.de
Internationale Filmschule Köln

www.freyermuth.com
Eigene Homepage