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Buchcover: Körper. Kult.Medien.

Körper. Kult. Medien.<br />Inszenierungen im Alltag und in den Medien<br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Über den Zusammenhang zwischen Essstörungen und Medien

Plädoyer für eine rezipientenorientierte Perspektive

Eva Baumann

Medien vermitteln höchst idealisierte und stereotype Körperbilder: Es gibt ein als erstrebenswert inszeniertes schönes schlankes Ideal, hinter dem ein glücklicher und erfolgreicher, sozial anerkannter be- und geliebter Mensch steht, dessen Attraktivität zudem durch körperbetonte Mode unterstrichen wird.
Dagegen steht das „Anti-Ideal“: ein übergewichtiger, schwerfälliger, unsympathischer oder komischer Mensch, der in den Medien nur selten der „Star“ ist und mit dem anstelle von Heldentaten eher Missgeschicke und Peinlichkeiten verbunden werden. In Serien und Filmen sind Dicke nur in Ausnahmefällen oder zumeist erst dann erfolgreich und begehrt, wenn sie sich körperlich verändern und schlanker werden.
Lösungsvorschläge bieten die Medien diesbezüglich zuhauf: von Anleitungen zum gelungenen Body-Styling über Diäten und andere – mitunter abenteuerliche – Möglichkeiten der Gewichtsreduktion bis hin zu Schönheitsoperationen. Dieser kurze Abriss bleibt zwangslöufig holzschnittartig und kann nur eine inhaltliche Tendenz auf Aggregatebene widerspiegeln – einzelne Gegenbeispiele gibt es viele.

Es gibt dennoch gute Gründe anzunehmen, dass die Omnipräsenz der „schönen Schlanken“ und der Gleichklang der Botschaften, die im Subtext der Körperdarstellungen mit transportiert werden, einen Einfluss auf das Denken, Fühlen und Handeln insbesondere der weiblichen Rezipienten haben.

Weitere Schwerpunkte des Artikels:

  • Komplexität der Wechselwirkungen: Potenzielle Zusammenhänge zwischen rezipientenseitigen Prädispositionen, Medienaneignung und gestörtem Essverhalten
  • Veränderung der Struktur der Medieninhalte in Richtung mehr Vielfalt der Körperbilder
  • Förderung medienkompetenten Umgangs mit Medieninhalten, die für Einzelne ein Gefährdungspotenzial bergen

 

Über den Autor

Eva Baumann
ist beim Europäischen Zentrum für Medienkompetenz im Bereich PR und Marketing tätig. Zuvor studierte sie Medienmanagement am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover, war dort anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt und hat das Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation mit gegründet. In ihrem Dissertationsprojekt befasst sie sich mit der Rolle der Medien im Entstehungskontext von Essstörungen.

Links

www.ecmc.de
Europäisches Zentrum für Medienkompetenz

www.ijk.hmt-hannover.de
Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hannover