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Buchcover: Körper. Kult.Medien.

Körper. Kult. Medien.<br />Inszenierungen im Alltag und in den Medien<br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Supermensch dank Gentechnik?

Medienarbeit als Schlüssel zur Auseinandersetzung mit bioethischen Fragestellungen

Susanne Von Holten/Maren Würfel

Was macht eigentlich den Supermenschen aus? Denkt man über diese Frage nach, landet man schnell bei einem perfekt geformten Körper. Die äußeren Merkmale sind eine Möglichkeit, um (Super-)Menschen zu beschreiben. Ein anderer Weg führt über die inneren Merkmale – die biologische und genetische Beschaffenheit des menschlichen Körpers. Die Errungenschaften der roten Gentechnik zeigen faszinierende Möglichkeiten zur „Optimierung“ des Menschen auf: Dazu zählen u. a. die Präimplantationsdiagnostik (PID) oder auch die pränatale Diagnostik (PND).

Die PID kann schon vor der Schwangerschaft die Entstehung eines kranken oder behinderten Kindes verhindern. Der Frau werden hier Eizellen entnommen und diese dann künstlich befruchtet und genetisch untersucht. In den Mutterleib eingepflanzt werden anschließend nur die Embryonen, die die unerwünschte genetische Anlage nicht tragen. Bei der PID handelt es sich also um einen selektiven Prozess, der – theoretisch zumindest – soweit getrieben werden kann, dass Eltern sich zukünftig ihr Kind nach verschiedensten Merkmalsausprägungen (wie etwa der Augenfarbe) auswählen können.
Bei der PND handelt es sich hingegen um eine "Qualitätskontrolle“ am bereits bestehenden Fötus. Er wird auf verschiedene Fehlbildungen sowie auf Gendefekte hin untersucht. Besteht der Fötus die „Kontrolle“ nicht, entscheiden sich viele Paare für eine Abtreibung. [...]

Beide Vorgehen werfen gewichtige ethische Fragestellungen auf: Wer hat ein Recht auf Leben? Wie stellen wir uns die Zukunft mit der Gentechnik vor? Was sollte möglich sein, was auf keinen Fall? Die Fragen betreffen auch die junge Generation, die zunehmend mit den Neuerungen der Gentechnik in Berührung kommen wird. Bereits heute werden die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt. Hier sollten Jugendliche (über ihre Zukunft) mitbestimmen können.

Weitere Schwerpunkte des Artikels:

  • Ein Blick in die Praxis: Das Diskursprojekt „informieren – reflektieren – partizipieren“
  • Ein Medienprojekt mit einer integrativen Jugendgruppe zum Thema PID und PND: „Das interessiert uns schon lange“
  • Eine Medienprojektwoche mit Auszubildenden zum Einsatz von PID und PND – „Viel Wissen und doch wenig?“
  • Die Ergebnisse: Was haben die Projekte den Jugendlichen gebracht?
  • Themenzentrierte aktive Medienarbeit: Eine Möglichkeit zur Erarbeitung schwieriger Themen
  • Ausblick: Themenzentrierte aktive Medienarbeit zum Thema „Körper & Körperlichkeit“

 

Über den Autor

Maren Würfel und Susanne von Holten
waren verantwortliche Mitarbeiterinnen im Projekt „informieren – reflektieren - partizipieren“ am Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig.

Links

www.uni-leipzig.de/~mepaed/professur/index.html
EU-Projekt Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig

www.uni-leipzig.de/~mepaed/professur/diskurs1.html
Projektseite „informieren – reflektieren - partizipieren“