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Buchcover: Körper. Kult.Medien.

Körper. Kult. Medien.<br />Inszenierungen im Alltag und in den Medien<br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Moden, Marken und Sternchen

Zur Verkörperung von Lifestyle: Revisited

Udo Göttlich

Sendungen wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Verbotene Liebe und Big Brother boten im deutschen Fernsehen seit Mitte der 1990er Jahre bzw. seit dem Jahr 2000 bis dahin nie gesehene Bühnen für die Präsentation von Moden, Marken und Körperbildern. Seitdem hat es eine Reihe an weiteren Entwicklungen vor allem auch unter den jugendrelevanten Programmangeboten gegeben, wobei Seifenopern und Vorabendserien weiterhin einen bedeutenden Taktgeber für Moden und Lifestyle darstellen.
Die Mitte der neunziger Jahre in diesem Umfeld noch ungewohnten Marketingstrategien sind mittlerweile zum selbstverständlichen Kennzeichen einer auf das jugendliche Publikum zielenden Programmindustrie mit einer breiten Angebotspalette geworden, wofür heute Sendungen wie Germany’s Next Topmodel oder Deutschland sucht den Superstar stehen.

Als ein Resultat dieser Entwicklung scheint die Präsentation und Inszenierung von Moden, Stars und Körpern in der heutigen Gesellschaft zu einer im globalen Maßstab wirksamen ästhetischen Form der Kommunikation geworden zu sein. Speziell für unsere Gegenwartskultur gilt, dass der Darstellung und Herstellung körperlicher Attribute nicht nur in fiktionalen Erzähl- und Sendeformaten oder der Werbung, sondern vor allem im Sport sowie der Rock- und Popmusikszene eine herausragende Bedeutung zukommt.

In diesem Prozess werden Moden, Stars und Marken durch die Medien und die unterschiedlichen Formen des Merchandising und Marketing beständig in neue Beziehungen miteinander gebracht. Symbole und Marken werden nicht nur in immer kürzeren Abständen neu kombiniert, grundlegend verändert oder sogar verworfen, sondern dienen in ihrer Überlagerung und Verschränkung als Folien für Körperbilder, Schönheitsvorstellungen und Geschlechterbilder und bestimmen den Umgang mit und die Darstellung von Sexualität.
Kurz: Die Präsentation von Körpern, Moden und Stars ist auf eine bestimmte und bestimmende Weise zu einer kommunikativen Form geworden, über deren Stellung es sich weitere Klarheit zu verschaffen gilt.

Weitere Schwerpunkte des Artikels:

  • Korporalität als Beobachtungskategorie
  • Lebensstilsemantiken und Korporalität in kulturtheoretischer und in sozialwissenschaftlicher Perspektive

 

Über den Autor

Udo GöttlichPD Dr., M.A., Privatdozent für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen und Leiter der Forschungsgruppe „Politik und Kommunikation“ am dortigen Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Allgemeine Soziologie, Medien-, Kommunikations- und Kultursoziologie, Cultural Studies Approach, Theorie und Analytik der Populärkultur und des Fernsehens. Aktuelle Publikationen: Die Kreativität des Handelns in der Medienaneignung. Konstanz: UVK; zusammen mit Renate Müller et al. (Hrsg.): Arbeit Politik und Religion in Jugendkulturen: Engagement und Vergnügen. Weinheim: Juventa.

 

Links

www.uni-due.de/soziologie/goettlich.php

Universität Duisburg-Essen

www.risp-duisburg.de/

Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung