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Pressemitteilungen - Archiv

Pressemitteilung vom 10.06.2013

medius 2013 in Potsdam-Babelsberg verliehen
Erster Preis an Masterarbeit über das Können und Wollen der Medienpädagogen

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) haben am 07. Juni 2013 zum sechsten Mal den medius vergeben. Der Preis würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen.

Den 1. Preis erhielt Stefanie Wahl für die Masterarbeit Vom Können und Wollen der Medienpädagogen. Medienkompetenzvermittlung im außerschulischen Bereich. Die Absolventin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover befragte im Rahmen ihrer Abschlussarbeit, betreut von Prof. Dr. Christoph Klimmt, bundesweit über 400 Medienpädagoginnen und -pädagogen in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit mithilfe eines Online-Fragebogens: Welche Aspekte von Medienkompetenz werden vermittelt, in welchen Bereichen werden Probleme bei der Vermittlung gesehen und wie schätzen die Expertinnen und Experten die eigene medienpädagogische Kompetenz ein? „Die Ergebnisse dieser Studie“, so Laudatorin Dr. Ida Pöttinger, „verschaffen dem Leser nicht nur einen Eindruck davon, welche Art von Medienbildung derzeit im außerschulischen Bereich stattfindet, sondern zeigen auch praxisrelevante Handlungsempfehlungen auf, in welchen Feldern der Medienkompetenz die medienpädagogische Aus- und Fortbildung inhaltlich optimiert werden kann, um eine möglichst umfassende Medienbildung von Kindern und Jugendlichen zu erreichen.

Der 2. Preis des medius ging an die Masterarbeit Gehetzt im Netz. Eine medienwissenschaftliche Analyse von Cyberbullying, die gemeinschaftlich von Eva-Lotte Heine und Anna Wördehoff angefertigt wurde. Im Rahmen ihrer Masterarbeit, die von Prof. Dr. Uwe Sander betreut wurde, führten Heine und Wördehoff zu dem Thema eine umfangreiche Online-Umfrage durch, dessen Ergebnisse sie auf einer selbstentwickelten Homepage (www.stopmobbing.me) veröffentlichten – hier haben sie darüber hinaus einen Informationspool und eine Austauschplattform zu dem Thema geschaffen. Anhand eines Teasers, den die Preisträgerinnen selbst entwickelt hatten, erhielt das Publikum einen Eindruck von dieser Homepage inklusive Blog.

Den 3. Preis des medius 2013 erhielt Eva Borries für ihre an der Universität Koblenz-Landau eingereichte Diplomarbeit Generation Porno...? Jetzt entscheide Ich! Entwicklung eines medienpädagogischen Workshops für den präventiven Jugendmedienschutz. Laudator Kai Hanke zollte der von Dr. Uli Gleich betreuten Abschlussarbeit größten Respekt: „Beeindruckend ist, wie der aktuelle Stand zur Pornografie- und Mediennutzungsforschung hier konstruktiv zur Entwicklung eines eigenen pädagogischen Ansatzes genutzt wird.“ Als ein Fazit der Arbeit hält Borries präventive Workshops zum Thema Pornografie im Netz für notwendig, - auch in der Schule.

Darüber hinaus wurden zwei lobende Erwähnungen ausgesprochen, für die Prof. Dr. Roland Rosenstock die Laudatio hielt.

Lobend erwähnt wurde die Bachelorarbeit Durch Medien im Bilde. Wenn einer der wichtigsten Sinne fehlt von Carolin Maier und Elena Vohl von der Otto von Guericke Universität Magdeburg. Die von Prof. Dr. Johannes Fromme betreute Dokumentation setzt sich mit dem Medienalltag blinder Menschen auseinander und enthält sowohl eine Hörfilmversion als auch eine Version für Sehende.

Die zweite lobende Erwähnung fand die von Thomas Wagner konzipierte Spielanordnung Analog grüßt Digital. Die Arbeit wurde an der Hochschule für Kunst und Gestaltung Halle erstellt und von Prof. Karin Schmidt-Ruhland betreut. Die Spielanordnung verbindet die Fertigung von Papierfiguren mit dem Spiel am Computer und fördert so ein breites Spektrum an kreativen Fertigkeiten und Fähigkeiten.

Wie ein einfaches Stück Papier durch Fantasie und Schaffenslust in einen springenden Frosch oder einen heulenden Wolf verwandelt werden kann, demonstrierte im Rahmen der Preisverleihung Origami-Künstlerin Anja Markiwicz.

Ab 2014 werden die GMK, das Deutsche Kinderhilfswerk und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen zusammen mit der Medienanstalt Berlin Brandenburg (mabb) den medius Preis gemeinsam verleihen.

 

Einsendeschluss für die kommende medius -Verleihung ist der 31. Oktober 2013.

 

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)
Körnerstr. 3, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521/677 88, E-Mail: gmk(at)medienpaed.de, Web: www.gmk-net.de

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF)
Am Karlbad 11, 10785 Berlin, Tel.: 030/23 0836 10, E-Mail: info(at)fsf.de, Web: www.fsf.de

Deutsches Kinderhilfswerk
Leipziger Straße 116-118, 10117 Berlin, Tel.: 030/30 86 93-0, E-Mail: dkhw(at)dkhw.de, Web: www.dkhw.de

 

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