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Pressemitteilungen - Archiv

Pressemitteilung vom 25.11.2014

Medienpädagogik nach Snowden? Über 300 Medienpädagogen diskutierten über politische Konzepte und Strategien der Medienpädagogik und Medienbildung

Über 300 Medienpädagogen und Medienpädagoginnen trafen sich vom 21. bis 23. November auf dem Forum Kommunikationskultur der GMK in Berlin und diskutierten über das Thema „Doing politics: Politisch agieren in der digitalen Gesellschaft“. Gemeinsam mit Partnern und Förderern stellte sich die GMK zum 30. Jahrestag ihres Bestehens aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Wie eng Technik, Politik und Medienpädagogik zusammenhängen, zeigen die nach wie vor aktuellen Veröffentlichungen von Edward Snowden. Persönlichkeitsrechte und Datenschutz tangieren alle Bereiche unseres Alltags. Das Private ist politisch. Pädagogik und Bildung sind gefordert: Es gilt, Kindern und Jugendlichen Orientierung zu bieten und sie in ihrer Entwicklung zu demokratisch handelnden Bürgerinnen und Bürgern zu begleiten und zu unterstützen. Das diesjährige Forum Kommunikationskultur der GMK ging daher der Frage nach, wie Medienpädagogik wirksam Teilhabe, Engagement und politische Bildung von Kindern, Jugendlichen und Familien in der digital geprägten Gesellschaft fördern kann.

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, forderte in seinem Impulsreferat dazu auf, sich aktiv am gesellschaftlichen Diskurs über die Neubestimmung dessen, was Gemeingüter im digitalen Raum sein und bedeuten können, zu beteiligen: „Demokratie? Geh da raus und hol sie Dir!“ rief er den Teilnehmenden zu.

Dass die bekannt gewordenen Ausmaße der alltäglichen Überwachung die Medienpädagogen beschäftigen, zeigte sich darin, dass Workshops, die sich mit den Themen Überwachung, Privatsphäre und politischer Partizipation und deren Auswirkungen für die medienpädagogische Arbeit beschäftigten, besonders stark besucht waren.

Diskutiert wurde

  • wie Medienpädagogik auf Überwachung reagieren,
  • für einen sorgfältigen Umgang mit Daten sensibilisieren und
  • wie gesellschaftliche Veränderungsprozesse und politisches Engagement medienpädagogisch unterstützt und begleitet werden können.

Vielfältige Methoden und Modelle für die praktische Arbeit wurden in den Workshops vorgestellt.

Diskutiert wurden auch die aktuellen Studien von D21 (Medienbildung an deutschen Schulen) und ICILS 2013 (Vergleich informations- und computerbezogene Kompetenzen von Jugendlichen), die deutlich machen, dass Jugendliche in der Schule weder ausreichend für eine souveräne Lebensführung in einer digitalisierten Gesellschaft vorbereitet werden, noch die notwendigen Kompetenzen für die Bewältigung beruflicher Herausforderungen erwerben können. Die Einführung eines Faches Computing greift zu kurz und setzt einseitige Akzente, kritisierte Prof. Sven Kommer von der Universität Aachen und Sprecher der Initiative „Keine Bildung ohne Medien“ die jüngsten politischen Vorschläge von Teilen der Bundesregierung: „Nur ein fächerübergreifendes Lernen mit und über Medien garantiert, dass sowohl Informationen richtig bewertet und in ihrer Bedeutung erfasst werden, als auch, dass Jugendliche mit digitalen Medien eigenständig, sozial verantwortlich und kreativ umgehen lernen und sie dann verstehen und verwenden können.“

Als weitere Maßnahmen zur Sicherung der Selbstbestimmung und Souveränität in der digitalen Gesellschaft und der Integration von Medienbildung in der Schule fordert die GMK nach diesem Forum:

  • Medienbildung muss Integraler Bestandteil von Schule werden.
  • Es gilt den Schreib- und Leseansatz in Schulen um mediale Methoden zu erweitern, um alle Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Milieus zu erreichen und individuell zu fördern.
  • Verstärkte Kooperation und Vernetzung zwischen außerschulischer und schulischer Bildung.
  • Medienpädagogische Expertise sollte verstärkt in die Entwicklung von Bildungsplänen einbezogen werden.
  • Es geht heute um Medienbildung von Anfang an, sie muss auch Eltern, Familien und Senioren erreichen.

Diese Ziele können nur erreicht werden durch Medienbildung entlang der Bildungskette vom Kindergarten bis zur Hochschule und durch eine medienpädagogische Grundbildung für alle pädagogischen Berufe, z.B. auch für jene, die mit Senioren zu tun haben.

Die Tagung zeigte, dass die Mediatisierung aller Lebensbereiche eine medienpädagogische Offensive erforderlich macht, denn – so Ida Pöttinger, Vorstandsvorsitzende der GMK – „ohne Medienkompetenz gibt es kein demokratisches Zusammenleben, ohne Medienkompetenz können wir unseren Alltag nicht managen und ohne Medienkompetenz können wir Kinder und Jugendliche nicht auf einen einigermaßen sicheren Weg bringen.

Kontakt:
GMK-Geschäftsstelle
Obernstr. 24a
33602 Bielefeld
Tel.: 0521.67788
E-Mail: gmk(at)medienpaed.de

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