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Pressemitteilungen - Archiv

Pressemitteilung vom 24.11.2016

Medienpädagogik positioniert sich zu Big Data und Datafizierung: Jeder Bildungsbereich ist gefordert – digitale Bildung allein reicht nicht aus!

Über 300 Medienpädagoginnen und -pädagogen diskutierten in Cottbus über die Herausforderungen, die mit der Datafizierung bzw. zunehmenden Abbildung und Steuerung der sozialen Welt durch digitale Daten einhergehen. Ob Alltag, Bildung, Gesundheit oder Konsum: In allen Lebensbereichen werden Daten gesammelt und ausgewertet. Diese Daten lassen Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Gruppen zu und werden auch herangezogen, um zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. Bildung, Kultur und Gesellschaft aber auch Demokratie lassen sich ohne Bezug auf Digitalität nicht mehr denken. 

Notwendig ist daher die Sicherstellung von Medienbildung – angefangen in der Kita über die außerschulische Jugendarbeit und Schule bis hin zur Erwachsenen- und Hochschulbildung. Ziel muss es sein, dass alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen die Risiken erkennen und die datafizierte Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Dieses ist umso drängender, da sich Ungleichheiten im Hinblick auf digitale Medien in den vergangenen Jahren gesteigert haben. Dies zeigt nicht zuletzt die Gesellschaftsstudie D21-Digital-Index, nach der Deutschland sich auf einem mittleren Digitalisierungsniveau bewegt.

Die Tagung „Software takes command“ der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) machte deutlich, dass die mit der Datafizierung einhergehenden Aufgaben weit über das hinausgehen, was aktuell unter digitaler oder auch informatischer Bildung diskutiert wird. Eine eigenständige und aufgeklärte Persönlichkeit und aktive gesellschaftliche Teilhabe lassen sich nicht allein durch Programmieren oder eine informatische Grundbildung fördern. Notwendig ist allerdings eine stärkere Vernetzung. Hier sieht die GMK den Brückenschlag zur Informatik, den sie mit der Tagung unternahm, als äußerst geglückt an. Beide Bereiche sollten in dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe weiter zusammenwirken.

Medienbildung, so wurde auf dem Forum immer wieder bekräftigt, ist entlang der Bildungskette und über den gesamten Lebenslauf zu fördern. Dabei sind vor allem kulturelle, ethische und gesellschaftliche Aspekte mitzudenken. Kritikfähigkeit und kreatives Handeln sind essentiell, um die von Datafizierung betroffenen Aspekte verstehen und pädagogisch bearbeiten zu können. Hier zeigte die Medienpädagogik ihre Schlüsselposition.

In ihrem Positionspapier „Datafizierung des Lebens“ stellt die GMK unter anderem folgende Forderungen auf:

  • Medienbildung in allen Bildungsbereichen als verbindliches Fach zu integrieren,
  • ein umfassendes, auf Bildung und Persönlichkeitsentwicklung ausgerichtetes Verständnis von Medienbildung zu fördern,
  • die Expertise der Medienpädagogik bei regulatorischen Planungen und Maßnahmen einzubeziehen,
  • bei der Förderung von Technologieentwicklung einen interdisziplinären Austausch mit der Medienpädagogik anzulegen sowie
  • Medienbildung bei der Diskussion, Planung und Gestaltung von Zukunftskonzepten der datafizierten Gesellschaft zu berücksichtigen.

Das Positionspapier finden Sie hier. Im Dezember folgen auf der GMK-Homepage ein ausführlicher Bericht sowie weitere Materialien zur Tagung. Im kommenden Jahr publiziert die GMK ein Buch zum Thema. 


Kontakt: 

GMK-Geschäftsstelle
Obernstr. 24a
33602 Bielefeld
Tel.: 0521/677 88
E-Mail: gmk(at)medienpaed.de


Förderer und Kooperationspartner:


Foto: 
Seleneos/photocase.de | Sergey Furtaev/Mr_Vector/fotolia

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