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Buchcover: Körper. Kult.Medien.

Körper. Kult. Medien.<br />Inszenierungen im Alltag und in den Medien<br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Medial der Stärkste: Körper, Wettkampf und Selbstbild bei Jungen

Erste Ergebnisse der Ludwigsburger Sport- und Medienstudie 2006

Gudrun Marci-Boencke

Im Jahr 2006, in dem sich auch medial alles um Fußball drehte, stand für Jungen zwischen 8 und 18 Jahren das eigene Körperbild auf dem Prüfstand. Die Frisur von Beckham, die Muskeln und die Tore von Ronaldinho: Jungen orientieren sich gerade in der Pubertät sehr an sportlichen Vorbildern.

Sport scheint der Bereich zu sein, in dem sie bestimmte Neigungen und Interessen abarbeiten: real-aktiv durch eigene Sportlichkeit, real-rezeptiv durch das Aufsuchen sportlicher „Events“, medial-identifikatorisch durch die Rezeption medialer Sportangebote bzw. parasozial durch die Übernahme von und die Orientierung an sportlichen Vorbildern, Stars, Idolen – also Modellen.

Kurz: Jungen sind für die sportorientierten Körperbilder der Medien ebenso empfänglich wie Mädchen für Modeideale. Über Sport erhält die Sozialisation von Jungen Orientierungsangebote, das heißt aber auch, dass man unter Bildungsaspekten die medial vermittelten Konzepte von Sportlichkeit in den Blick nehmen muss: Ihr Wertgefüge und das damit vermittelte Körperkonzept.

Der Beitrag geht zunächst auf den spezifisch „deutschen“ Rezeptionskontext von Sport und Körper ein – denn dieser scheint auch für bildungspolitische Überlegungen mit bestimmend. Danach wird ein Blick geworfen auf die aktuelle Bedeutung von Sport als Lifestyle-Marker, bevor mit neuen Daten aus der hier erstmals vorgestellten Ludwigsburger Sport- und Medienstudie die mediale Sportrezeption qualitativ untersucht wird.
Gefragt wird, ob Jungen und Mädchen Sport unterschiedlich rezipieren – gerade und vor allem im Hinblick auf ihre Identitätsbildung, bei der der eigene Körper als Primärmedium (Pross 1972) mit seiner präsentativen Funktion eine wesentliche Rolle spielt.

Weitere Schwerpunkte des Artikels:

  • Von der Leibeserziehung zum Sport: Ein kurze Rezeptionsgeschichte des Körpers
  • Sport als Lifestyle-Marker
  • Sport als Freizeitbeschäftigung und Alltagsrhythmisierung
  • Kärperbild – ein Modell
  • „Sport ist für mich wichtig, weil …
  • Mediensport
  • Fazit

 

Über den Autor

Gudrun Marci-Boehncke
Prof. Dr., Professorin für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, leitet dort die Forschungsstelle Jugend – Medien – Bildung.

Links

www.ph-ludwigsburg.de/
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

www.ph-ludwigsburg.de/312.html
Informationen zu Gudrun Marci-Boehncke