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Buchcover: Medienbildung in der Migrationsgesellschaft

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Interkulturelle Medienbildung

Aufgaben, Ziele, Perspektiven

Heinz Moser

Wenn Medienpädagogen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die Comicflut beklagten, so handelte es sich zumeist um Produkte des Disney-Imperiums, und bis heute leben die Fernsehanstalten von US-amerikanischen Serien und Soap Operas. Die damit angesprochene Globalisierung unserer Kultur, deren Texte wesentlich aus US-amerikanischen Quellen stammen, ist letztlich nichts anderes als Ausdruck von interkulturellen Einflüssen. Aber auch die Tatsache, dass wir uns im Kino von herzzerreißenden Liebesgeschichten aus Bollywood oder über die mongolische Geschichte vom weinenden Kamel anrühren lassen, zeugt von multikulturellen Einflüssen, die mit den Medien verbunden sind. Oft ist es gerade das Fremde und Exotische, das in besonderer Weise den Reiz von "Multikulti" ausmacht.

Sprechen wir allerdings von "interkultureller Medienbildung", dann steht in aller Regel eine eingeschränkte Thematik im Mittelpunkt, nämlich die Migration im Kontext unterschiedlicher Kulturen. Es wird also Bezug genommen auf die in den letzten Jahrzehnten bei uns eingewanderten Ausländerpopulationen und die damit im Zusammenhang stehende Frage der gelungenen bzw. misslungenen Integration.

Der Diskurs um Medien und Migration ist dabei oft ein defensiv abwehrender. Denn mit den Medien verbunden sind eine Reihe von Ängsten: Stellen die globalisierten Medien - hier vor allem das Internet oder auch das Handy - nicht ein Einfallstor für Terroristen und ihre Handlanger dar, indem sie sich mit solchen medialen Mitteln international vernetzen und organisieren? So heißt es in einem Artikel der Netzzeitung vom 11. Oktober 2005: "In Düsseldorf steht offenbar ein Server der Al Qaida. Über ihn verbreitet das Terrornetz Aufrufe und Filme auf Türkisch." ...

Über den Autor

Heinz Moser
Prof. Dr., ist Erziehungswissenschaftler und Leiter der Abteilung Unterrichtsprozesse und Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Zürich sowie Honorarprofessor für Medienpädagogik an der Universität Kassel. Seit 2004 ist er Sprecher der Kommission Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Arbeits- und Interessensschwerpunkte: Medienpädagogik, praxisorientierte Forschung, Cultural Studies.

 

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