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Mediensozialisation im Kontext sozialer Brennpunkte

Befunde einer Panelstudie mit sozial benachteiligten Kindern in Österreich

Ingrid Paus-Hasebrink

Die Themen Bildung und gerechtes Aufwachsen haben Hochkonjunktur. Doch trotz ihrer Brisanz und Aktualität bleiben wirksame Maßnahmen – durch die Finanzkrise noch verschärft – zumeist auf Forderungen beschränkt. Auch wenn Kindheit heute deutlich homogener ist als zu früheren Zeiten, denn auch Kinder partizipieren am insgesamt gestiegenen Wohlstand und genießen in der Gesellschaft höhere soziale Sicherheit – immerhin besuchen mittlerweile alle Kinder eine Schule (vgl. Kränzl-Nagl/Mierendorff 2007, S.13) –, lässt ein näherer Blick große Unterschiede zwischen ihnen erkennen (vgl. ebd.). So ist laut Daten von Statistik Austria aus dem Jahr 2005 ein Viertel der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren in Österreich (27%) armutsgefährdet. Besonders von Armut betroffen sind Kinder von Alleinerzieher/inne/n, aus Großfamilien oder aus Familien mit ausländischer Abstammung (vgl. Statistik Austria 2007, S.15). Wie sich allerdings die alltägliche Lebensführung und Alltagsgestaltung von Kindern in sozial benachteiligten Familien tatsächlich vollzieht und welche Rolle dabei den ebenfalls viel diskutierten Medien zukommt, ist noch weitgehend unerforscht. Hinzu kommt, dass auf die Bedeutung von Medien im Zusammenhang mit Fragen nach der Sozialisation von Heranwachsenden bisher nur in unzureichender Weise eingegangen wurde und Medien im Rahmen der Sozialisationsforschung nur eine marginale Rolle spielen. Die Konzeption von Sozialisationsforschung als Mediensozialisationsforschung tut daher Not; denn Medien sind ein fester Bestandteil des Kinderalltags.


Im Folgenden wird eine Panelstudie zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Kinder in Österreich vorgestellt, die der Bedeutung von Medien im Kontext ihres Aufwachsens und ihrer Sozialisation in der Zeit zwischen 2005 bis 2007 in zwei Panelwellen nachgegangen ist (vgl. Paus-Hasebrink/Bichler 2008). Die Studie wurde vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gefördert. [...]

 

Über die Autorin

Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink
Professorin für audiovisuelle Kommunikation am Fachbereich Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg und Leiterin der gleichnamigen Abteilung; Arbeitsschwerpunkte: AV-Produkt- und Rezeptionsforschung, Mediensozialisationsforschung, Medienpädagogik, Digitales Fernsehen in Österreich.