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Vernetzung im Lokalen - Bindeglied Bürgermedien

Franz Josef Röll

Eines der am häufigsten genannten Argumente bei der Implementierung von Offenen Kanälen (OKs) Mitte der 80er Jahre war, Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Grundrecht auf Meinungsfreiheit aktiv in Anspruch zu nehmen. Die damaligen Bürgermedien hatten sich zu Beginn das Ziel gesetzt, zur Demokratisierung der Meinungsbildung, der Erschließung interaktiver Kommunikationsräume und der unzensierten und chancengleichen Partizipation an den Medien beizutragen sowie den praktischen Umgang mit den Medien zu fördern, wobei der Focus immer auf Vernetzung im lokalen Bereich gerichtet war. 25 Jahre später stellt sich die Frage, welche Herausforderungen sich den Bürgermedien (OKs) in Anbetracht der globalisierten Kommunikation (Internet) stellen.

Aktuelles Aufgabenfelder der Bürgermedien

Bei einer Untersuchung (vgl. Röll 2006) über das Bildungsselbstverständnis ausgewählter Träger, die mit den Medienprojektzentren des LPR (ehemals Offene Kanäle in Hessen) zusammenarbeiten, konnte ich herausfinden, dass wesentliche Aspekte der ursprünglichen Vorstellungen erhalten geblieben sind. Neue Akzente im Aktivitätspotential der Bürgermedien  sind Angebote, die die interkulturellen Begegnung fördern, das Offerieren von (informellen) Bildungsangeboten, die Förderung sozial- und bildungsbenachteiligter Menschen, die Sensibilisierung für eine themenorientierte Auseinandersetzung und die Vermittlung von Medienkompetenz (Projektkompetenz).

Die Untersuchung zeigte eine erstaunliche Breite von Aktivitäten. Trickfilm, Dokumentationen, Nachrichten, Sozialraumrecherchen, Magazin- und Livesendungen, Talkshows, Werbespots, Filmparabeln, Spielszenen, und Spielfilme werden ermöglicht. Video-AGs und Schulfernsehprojekte konnten ihre Arbeit professioneller gestalten. Trainingsmaßnahmen, Fort- und Ausbildungen konnten umgesetzt werden.

Die avisierten Zielgruppen reichen von Kindern in Kindertagesstätten, Schüler/inne/n aus allgemeinbildenden und aus Sonderschulen, benachteiligten Jugendlichen, Jugendlichen aus Jugendhilfemaßnahmen, Jugendlichen vor der Berufswahl und aus berufsvorbereitenden Lehrgängen bis hin zu Multiplikator/inn/en, Referendar/inn/en, Lehrer/inne/n, Wirtschaftsjuror/inn/en und den Rezipient/inn/en der OKs. [...]

 

Über den Autor

Prof. Dr. Franz Josef Röll
Hochschule Darmstadt; Schwerpunkt: Neue Medien und Medienpädagogik. Neben dem Schwerpunkt Bürgerfernsehen beschäftigt sich Prof. Dr. Franz Josef Röll u.a. mit dem Lernen des Lernens, dem Web 2.0 und der wahrnehmungsorientierten Medienpädagogik.