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Schill, Wolfgang: Na, hör mal zu. Kinder und Radio – eine Nebenbei-Beziehung?

Nexum: Juni 2003/ Heft 10

Zu Beginn zwei medienbiographische Momentaufnahmen in Sachen »Kinder und Radio« aus den Jahren 1999 und 2003. Hauptakteure sind die Geschwister Valerie und Bernd:

1999
Valerie (4 Jahre) und Bernd (6 Jahre) sind »Ohrenbär«-Fans. Seitdem ich sie einmal zum Ohrenbär-Hörtheater, einer Radio-Geschichten-Lesung mit Musik, Clownerie und Zauberei für Kinder, ins Funkhaus des damaligen Sender Freies Berlin (heute Rundfunk Berlin Brandenburg) mitgenommen habe, hören sie regelmäßig jeden Abend um 19:30 Uhr auf »Stadtradio 88acht« diese im Wortsinne zauberhaften 10-Minuten-Radioerzählungen. Sie haben danach von mir auch einige Ohrenbär-Kassetten bekommen. Valerie legt sich manchmal ihre Ohrenbär-Lieblingsgeschichte »Rosine und die Geräusche« von Helmut Einsendle tagsüber selbst in den eigenen Kassettenrekorder ein und hört sie sich dann immer wieder mit Begeisterung an.

Für Bernd sind diese Kassetten aber nicht so interessant, er hört lieber seine Musikkassetten und jeden Abend eine neue Ohrenbär-Geschichte im Radio. Manchmal gibt es allerdings Schwierigkeiten mit dem Empfang, wenn der Sender verstellt ist. Ein Problem, das durch einen farbigen Aufkleber auf der Sendeskala gelöst wird.

Natürlich sind beide auch Fernseher! Aber in Maßen, weil ihre Eltern den gemeinsamen Fernsehkonsum steuern.

2003
Valerie geht jetzt in die 1. Klasse und hört immer noch gern ihren »Ohrenbär« am Abend, ansonsten liest sie schon Kinderbücher, hört mit Begeisterung Kinderlieder-Kassetten und sieht im Fernsehen zu gern die »Sendung mit der Maus« und Zeichentrickfilme. »Heidi« im Kinderkanal war zuletzt ihre favorisierte Sendung.

Bernd, der einen eigenen Radio-Rekorder besitzt, ist dagegen vom »Ohrenbär« auf »Radio Kakadu«, die Kindersendung des DeutschlandRadios, umgestiegen. Er hat zwei Lieblings-Tage, den Freitag, an dem Kinder ab 13.30 Uhr »quasseln« können, und den Sonntag, an dem ebenfalls um 13.30 Uhr »Hörspiele« geboten werden. Er hat sich im übrigen auch das eine oder andere Krimi-Hörspiel selbst mitgeschnitten. Man kann aber nicht sagen, dass er diese Sendeangebote regelmäßig nutzt. Er hört »mal so rein«, und wenn ihm nicht gefällt, »was die bringen«, dreht er auf Musikkanäle ab, die ihm je nach Lust und Laune das bieten, was er in seiner Situation gerade braucht. Er sieht ebenfalls den Kinderkanal sehr gern und ist ein »Schloss Einstein«-Liebhaber. Aber auch die Animationsserie »Dragon Ball Z« bei RTL II und die Fußballsendung »ran« bei Sat 1 mag er sehr. Vergangene Weihnachten hat er einen Computer bekommen und nutzt ihn vor allem zum Spielen und für die Schularbeiten.

Ganz gleich wie unscharf und wenig repräsentativ diese beiden persönlichen Momentaufnahmen auch sein mögen, sie zeigen zumindest in Umrissen an, dass heute Medien aller Art von Kindern in ihr Alltagshandeln einbezogen werd

  • dass dabei ihre Entwicklungsbesonderheiten, Lebensbedingungen, Vorlieben und Interessen eine Rolle spielen,
  • dass dabei offensichtlich ein komplementäres Wechselspiel zwischen den verschiedenen Medien stattfindet und
  • dass dabei neben dem Kindermedium Nr. 1, dem Fernsehen, nach wie vor die auditiven Medien Hör-, Musikkassette und Radio auftauchen.

Es fragt sich allerdings, in welchem Umfang und mit welcher Bedeutung die nur an den Hörsinn gerichteten – und damit »besonders künstlichen« – auditiven Medien in das Leben von Kindern hineinspielen. Seit längerem ist bekannt, dass Hör- und Musikkassetten oder -CDs die ersten wahren Kindermedien sind. (1) Es sind für gewöhnlich die Medien, über die Kinder als erste selbst verfügen können. So wie Valerie besitzen schon viele jüngere Kinder einen eigenen Kassettenrekorder, manchmal auch CD-Player, Walk- oder Discman, um die Hör- oder Musikstücke zu nutzen, die ihnen selbst gehören, auch wenn sie ihnen natürlich von Erwachsenen besorgt wurden. Scharen von heute jungen Eltern sind als Kinder auf diese Weise mit »Benjamin Blümchen«- und »Bibi Blocksberg«- Kassetten bestückt worden und geben nun ihrerseits die alten »Funny-Erfahrungen« nahezu ungebrochen an die eigenen Kinder weiter. »Benjamin« und »Bibi«, zwei unverdächtige Marken, auf die man sich auch heute noch verlassen kann.

Dass Valerie sich für eine literarisch anspruchsvolle Radioerzählung begeistern kann, macht einerseits deutlich, dass Kinder sich nicht nur von Massen-, sondern auch von Qualitätsware faszinieren lassen, und entspricht andererseits einem leichten Trend, der seit einiger Zeit durch ein entsprechendes Angebot auf dem Tonträgermarkt für Kinder zu beobachten ist.

In diese medialen Hörwelten von Kindern fügt sich das Radiohören auf besondere Art ein. Für gewöhnlich hören jüngere Kinder zunächst einmal in der Familie auf funktionale Weise die öffentlich-rechtlichen oder privaten Hörfunk-Wellen der Erwachsenen mit. Meist geht es dabei um Programme, die im familiären Alltagsbetrieb »nebenbei« gehört werden können, wie Magazin- oder Musiksendungen. Auf diese Weise bilden sich »im Lebenslauf« vielfach Programmvorlieben und Nutzungsgewohnheiten – wie das Nebenbei-Hören – bei Kindern aus. Wenn Kinder Radio selbst hören wollen – meist sind es Grundschulkinder –, suchen sie sich in der Regel nicht bestimmte Programme aus, sondern »schalten das Radio einfach ein und hören alles, was kommt«. »Blöde« Musik und »langweilige« Sprecher finden keine Gnade vor ihren Ohren, dagegen alles, was »witzig«, »lustig«, »spannend« und »interessant« ist. Im Klartext heißt dies: Kinder, die Radio mehr oder weniger intensiv hören – und dies sind immerhin zwei Drittel der 6- bis 13jährigen (2) – schätzen vor allem Musik, Witze, lebendige Moderation, Hörspiele sowie verständliche Wissensmagazine und Nachrichten.

Wenn Kinder – so wie Valerie und Bernd – Kinderprogramme kennen und nutzen, haben sie diese im allgemeinen nicht selbst entdeckt, sondern sind gezielt auf sie aufmerksam gemacht worden, sei es in der Familie, im Kindergarten oder in der Grundschule. Allerdings kann man nicht behaupten, dass Eltern dabei eine sonderlich aktive Rolle spielen. Der Grund dürfte darin liegen, dass Eltern das Medium Radio auf Grund seiner Nebenbei-Funktion offensichtlich auch für eine »Neben-Sache«, gleichsam für ein »unverdächtiges« Medium zweiter Ordnung halten. Ganz anders als das Fernsehen, das mit seinen positiven inhaltlichen Herausforderungen, aber auch Problemen und Verunsicherungen Tag für Tag nicht nur die Aufmerksamkeit der Eltern, sondern auch die der Kinder und der Öffentlichkeit mehr oder weniger intensiv beansprucht.

Ob Kinder nun aber solchen Radio-Programmen treu bleiben (können), die primär für sie bestimmt sind und die sie schätzen, hängt wesentlich davon ab, wie diese sich in unserer sehr ausdifferenzierten Radiolandschaft bei Kindern »Gehör verschaffen«. Zum Beispiel dürfte ein tägliches Programmangebot um 19:05 Uhr von gut sechs Minuten für die 5- bis 7-jährigen wie »Zappelduster« (RBB Brandenburg) seine spezifischen Grenzen gegenüber den gut 55 Minuten haben, mit denen »Lilipuz« (Westdeutscher Rundfunk) täglich ab 14:05 Uhr auf Sendung geht. Auf Grund ähnlicher Disparitäten ist Radio für Kinder in der Bundesrepublik nicht gleich Radio für Kinder. Eine Situation, die es Kindern und ihren Eltern so schwer macht, sich die besonderen Möglichkeiten dieses Mediums kontinuierlich zu erschließen. Schaut man sich genauer an, was das Radio für Kinder im Ensemble der (auditiven) Medien bedeuten kann, wird erkennbar, dass es mehr als eine Nebensache ist und eine Vielfalt von kindlichen Interessen und Bedürfnissen befriedigen kann. Wenn Kinder ihre Radioprogramme selbstbestimmt nutzen, bedeutet dies unter anderem, dass

  • Radiohören zum emotionalen Erlebnis wird und dazu beiträgt, »unbehagliche Situationen« zu überwinden
  • Radiohören es ermöglicht, sich von anderen zurück zu ziehen auf sich selbst zu besinnen,
  • Radiohören es ihnen ermöglicht, sich gegenüber anderen kindlichen Mediennutzern »kulturell abzugrenzen«,
  • (gemeinsames) Radiohören Anlässe zum Spielen, Sprechen und Agieren in der Familie oder im Freundeskreis schafft,
  • Radiohören ihr Wissen über die Welt erweitert und ihnen lebenspraktische Orientierungshilfen bietet,
  • das Radio sie durch Mitmach-Sendungen zur aktiven Teilnahme am Radioprogramm herausfordert oder
  • das Radio ihnen Hör-Vorlagen bietet, allein oder zusammen mit anderen »Radioprogramm zu produzieren«.

Es ist dann auch dieses besondere kommunikative Potenzial, das Medienpädagoginnen und -pädagogen dazu herausfordert, nicht nur das Radio, sondern sämtliche auditiven Medien gezielt in pädagogische Handlungszusammenhänge einzubeziehen. Im vergangenen Jahrzehnt ist dies vor allem vermehrt in den Handlungsfeldern Kindergarten und Grundschule geschehen, um die Medienkompetenz von Kindern zu fördern. Und auch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sowie die Offenen Hörfunkkanäle sind mit entsprechenden Initiativen an dieser Entwicklung beteiligt (3). Dabei lassen sich drei besondere Aufgabenbereiche erkennen. Sie lassen sich zwar analytisch trennen, gehören aber im Grunde zusammen und bedingen sich mehr oder wenig gegenseitig:

1. Es geht um die Auseinandersetzung mit den

auditiven Medienerlebnissen und -erfahrungen von Kindern.

2. Es geht um die bewusste Auseinandersetzung mit auditiven Medienangeboten.

3. Es geht um das Selbermachen von auditiven Medien.

Wie diese medienpädagogischen Aufgaben in Bezug auf das Medium Radio wahrgenommen werden können, wird im folgenden Abschnitt skizziert.

 

Zur Auseinandersetzung mit Radioerlebnissen und -erfahrungen

Das Radio ist heute primär Beziehungsmedium, und Kinder nutzen es auch in erster Linie als Stimmungsmacher und Musikmedium. Wenn nun Kinder wie Valerie und Bernd sich vom Radio durch Geschichten oder Hörspiele faszinieren lassen, scheint eine fast verloren gegangene Funktion dieses Mediums wieder auf, nämlich die des »Geschichtenerzählers«. Qualitativ hervorragende Radio-Geschichten aller Art, die deutsche Kinderfunkredaktionen in Form von Märchen, Radioerzählungen, Kinderhörspielen, Radio-Soaps oder -Comics zu bieten haben, nehmen mit ihren Inhalten und Themen kindliche Interessen und Phantasien auf. Mit ihren zwar nicht sichtbaren, aber doch vorhandenen Figuren und Stoffen und auf Grund ihrer ein-sinnigen Suggestivkraft können sie offensichtlich Kindern Anregungen bieten, die eigene Imagination ins Spiel zu bringen und sich mit »eigenen Themen« auseinander zu setzen.


Im Prinzip haben die massenhaft produzierten »Funny«-Krimi-, Action- oder Musikkassetten, die auf dem kommerziellen Tonträgermarkt angeboten werden, dieselbe Funktion. Nur fehlt ihnen als Qualitätsmerkmal in der Regel die »kunstvolle« Behandlung eines Stoffes oder Themas. Hier hat das Kinder-Radio seine besondere Stärke, indem es von sich selbst Qualität als Messlatte für das Kinderprogramm verlangt und Kinder auf diese Weise herausfordert, »ganz Ohr« zu sein und das Zuhören zu genießen.

Solche Radioproduktionen, die zum Teil auch auf dem Tonträgermarkt angeboten werden, eignen sich hervorragend für die pädagogische Arbeit in Kindergarten und Grundschule.

Dabei wird es im Rahmen inszenierter Hörerlebnisse vor allem darum gehen,

  • sich durch Spielen, Sprechen, Zeichnen oder Gestalten mit den »Lebensthemen« von Kindern auseinander zu setzen, die hinter den Radio-Geschichten liegen,
  • die Motive sowohl für einseitigen und überzogenen Kassetten-, aber auch Medienkonsum überhaupt aufzudecken,
  • die Bedeutungen und Handlungsorientierungen der Hörmedien in den Lebenszusammenhängen von Kindern sichtbar zu machen sowie
  • alternative Handlungsangebote für die Befriedigung von Kommunikationsbedürfnissen herauszufinden und so weit wie möglich anzuwenden.

Und last but not least sollte es in solchen Handlungszusammenhängen immer dazu gehören, Kindern unmittelbar am Radiogerät und/oder mithilfe von Homepages der Sendeanstalten die »Sendeplätze« zu zeigen, an denen sie derartige Hör-Stücke selbst finden können.

 

Zur bewussten Auseinandersetzung mit dem Radio und seinen Angeboten

Wenn Kinder Radio hören, hören sie meist nur das, was sie hören wollen. Aber auch das Zuhören können – als eine besondere Kompetenz im Umgang mit dem eigenen Hörsinn – ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Medienkompetenz . Dass das Zuhören-Können unmittelbar von den Hör-Texten beeinflusst wird, die man rezipiert, liegt auf der Hand. Einer »blöden« Musik oder einem »langweiligen« Moderator hört freiwillig kein Kind oder Jugendlicher länger zu. Daher ist es von besonderer Bedeutung, mit Kindern solche Radio-Texte aufzuspüren und bewusst zu untersuchen, die sie einerseits zum Zuhören provozieren und die sie andererseits zum Nachdenken und Handeln auffordern. Solche Radio-Texte finden sich vornehmlich in den Kinder- und Jugendprogrammen und umfassen Sende- und Darstellungsformen wie Magazinbeiträge, Talk-Runden, Interviews, Reportagen, Features oder Nachrichten. Indem man Kinder mit diesen Sendeangeboten, die in der Regel aktuell und nahe an ihren Interessen und Themen sind, gezielt in Beziehung setzt (meist wird es dabei um Mitschnitte gehen, die sich auch wiederholt anhören lassen), kann man

  • ihnen die »Gestalten« und die Funktionen der verschiedenen Radio-Texte vorstellen,
  • sie den Gebrauchs-Wert der Radio-Texte beurteilen lassen,
  • gemeinsam mit ihnen die Verständlichkeit der Radio-Texte untersuchen und gegebenenfalls alternative Texte für Hörer erarbeiten,
  • Beurteilungskriterien für »gute« Hör-Texte heraus arbeiten,
  • Unterschiede zwischen verbal-akustischer Darstellung und selbst erfahrener Wirklichkeit dingfest machen,
  • die Frage nach den »Sendern« der Radio-Texte stellen oder
  • den Sendern mitteilen, was einem die Sendeangebote bedeuten und wie sie bei den »Empfängern« angekommen sind.

 

Zur Produktion von Radio-Sendungen

Als Königsweg des pädagogischen Umgangs mit dem Medium Radio wird allgemein das Selbermachen von Radio-Sendungen angesehen. Die Gründe dafür sind überzeugend: Beim produktiven Handeln mit Mikrofon, Kassetten- oder Mini-Disc-Recorder und Bearbeitungsprogrammen für den Computer lassen sich inhaltliche Arbeit sowie instrumentelles und soziales Lernen sinnvoll miteinander verbinden. Die Kinder können direkt über die ohne weiteres »handhabbare« Technik und auch die Beschaffenheit der Radio-Sender aufgeklärt werden und unmittelbar erfahren, dass man anderen bei der Vermittlung von Fiktion und Wirklichkeit nicht immer zuschauen muss, sondern auch selbst tätig werden kann. In diesem Sinne lassen sich in Kindergarten, Grundschule und außerschulischer Arbeit mit Kindern Sendungen produzieren, die entweder in einer begrenzten Öffentlichkeit zu Gehör gebracht werden oder – mit mehr Ernsthaftigkeit und Wirkungsabsicht – in Offenen Kanälen und auch vereinzelt bei ARD-Sendern ausgestrahlt oder ins Internet gestellt werden können. In derartigen Produktionszusammenhängen können Kinder

  • ihre Phantasie und Kreativität spielen lassen,
  • ihren Hörsinn schulen und ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit erweitern,
  • das Medium Radio als Mittel der Selbstverständigung und -äußerung erleben,
  • selbst bestimmte Themen bearbeiten,
  • die Gestaltungsmittel des Mediums im Rahmen fiktionaler, dokumentarischer oder experimenteller Arbeit sinnvoll anwenden,
  • lernen, ein Produkt durch arbeitsgleiches wie arbeitsteiliges Vorgehen herzustellen,
  • Kriterien für die Beurteilung von Radio-Angeboten gewinnen oder
  • durch Veröffentlichung ihrer Produkte Anschlusskommunikationen auslösen.  

 

Fazit

Wer sich nicht nur den kompetenten Seher, sondern auch Hörer und Sprecher wünscht, nimmt Kinder ernst und bietet ihnen ein Radio, das ihnen sinnlichen Genuss verschafft, das sie zu bewusstem Zuhören und sprachlichen Handeln herausfordert, das sie neugierig auf die Welt macht und sie zu Entdeckungsreisen in Phantasie und Wirklichkeit einläd

 

 

Anmerkungen

(1) vgl. dazu:
Hengst, H.: Auf Kassetten gezogen und in Scheiben gepreßt. Tonkonserven und ihre Funktionen im Alltag von Kindern. Frankfurt 1979.
Heidtmann, H.: Kindermedien. Stuttgart 1992.
Rogge, J.-U./ Rogge, R.: Zuhören macht Spaß. Reinbek b. Hamburg 1999.

(2) Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): KIM-Studie 2002. Kinder und Medien. Baden-Baden 2002, S. 5,
vgl. dazu auch:
Eckhardt, J./Mohr, I./Windgasse, Th.: Mediennutzung bei Kindern: Radio im Abseits? In: Media Perspektiven 3/2002, S. 88–102, sowie
Paus-Haase, I./ Aufenanger, S./ Mattusch, U.: Hörfunknutzung von Kindern. Berlin 2000.


(3) vgl. dazu:
Bernius, V./Gilles, M. (Hg.): Hörspaß. Über Hörclubs an Grundschulen. Göttingen 2003.
Eder, S./Roboom, S.: Kinder und Jugendliche machen Rabatz. Intensivierung der medienpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Offenen Kanälen. München 2001.
Mohr, I. u.a. (Hg.): Medienkompetenz bei ARD und ZDF. München 2003.


Wolfgang Schill ist Referent für Medienerziehung beim Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM), Berlin, und Mitglied des Bundesvorstands der GMK.

 

Links zum Thema Kinderradio:

www.dradio.de
Homepage von „Kakadu“, der täglichen Kindersendung auf Deutschlandradio Berlin.

www.wdr.de/radio/wdr3/papageno/radio.phtml
Zugang zu allen Kindersendungen des WDR-Hörfunks: „Papageno“ (Musiksendung für Kinder), „Bax Blubber“, „Lilipuz“ (inkl. Nachrichten für Kinder), „Ohrenbäre“, mit Programmübersichten, Programmarchiv etc.

www.lernzeit.de/sendungen/kinder.phtml
Internetseite zu den TV-Kindersendungen des WDR (Chamäleon, Kinderweltspiegel).

www.wdr5.de/lilipuz/
Radio für Kinder „Lilipuz“ (WDR 5 ) mit Hörspielvorschauen etc.

www.br-online.de/kinder/funkhaus/index_gesamt.html
Kinderradio des BR Mit Infos zu den verschiedenen Kindersendungen der BR und der Möglichkeit der Beteiligung von Kindern zwischen 8 und12 Jahren.

www.hr-online.de/hf/hr2/domino/
Kinderradio des hr: „Domino“ für Kinder von 6 bis 11 Jahren mit der wöchentlichen Programmübersicht und weiteren Informationen; z.B. „Reise durch die Zeit“; „Blick hinter die Kulissen des hr“.

www.hr-online.de/hf/hr1/sendungen/maxmusik/index.html
Informationen zum sonntäglichen Kinder-Radiomagazin „Max und Musik“ von hr1.

www.mdr.de/kinderwelt/zuhoeren/168855.html
Informationen zum Kinderradio „Krims Krams Kraxel“ auf MDR Kultur.

 

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