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Buchcover: Lost

Lost? Orientierung in Medienwelten <br />Die kompletten Artikel können Sie in unserem Buch nachlesen.

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Dieter Baacke Preis

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Medienpädagogik, Medienbildung, Medienkompetenz

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Mediale Produktion – Ein Onlinemodul zur Förderung digitaler Literalität

Roland Bader

"To learn to use knowledge as tools" – mit dieser Formel forderten die Protagonisten des situierten Lernens ein Umdenken bezüglich der Paradigmen des Lehrens und Lernens (vgl. Brown/Collins/Duguid 1989). Lernen und Wissen sollten praxisrelevant und anwendbar sein. Zunächst prägten Cognitive Tools die Diskussion um didaktische Potenziale der Informationstechnologie, später dann die ungeheuren Wissensbestände des Internets. Heute sind es die kommunikativen Potenziale des Web 2.0. Lernen als durch Werkzeuge strukturierte geistige Aktivität, Lernen als Suche und Verarbeitung von Informationen zu Wissen, Lernen als kommunikative, in Alltag und Lebenswelt geankerte Artikulation – verschiedene Paradigmen standen Pate für die unterschiedlichen Konzepte von Lernen, das immer aber als praktisches Tun, Manipulation von Gegenständen und Symbolen, d. h. Nutzung von Medien konzipiert war.

Die Diskussion um die lernförderlichen Potenziale von Web 2.0 steht aktuell dafür, dass Lernen und Wissensarbeit in einem umfassenden Kommunikationsbezug stehen. Wissen soll gemeinschaftlich erarbeitet, artikuliert, publiziert und reflektiert werden. Die Werkzeuge des Web 2.0 bieten gerade für die gemeinschaftliche Organisation von Lernprozessen hervorragende Plattformen. Mit diesen Web 2.0-Technologien lassen sich viele gute didaktische Ideen einfacher und kostengünstiger als je zuvor umsetzen. Die Strukturierung eigener und gemeinschaftlicher Arbeitsroutinen, die Selbststeuerung und die Kollaboration erhalten dabei für die Organisation von Lernprozessen einen neuen, größeren Stellenwert. Angesichts von Communities im Web 2.0 zerfließen die Grenzen zwischen der Geschlossenheit traditioneller Lernorte, wie Schule und Hochschule, und der offenen Präsenz und Selbstdarstellung im Internet. Qualitätsansprüche an Arbeitsergebnisse und Lernerfolge verschieben sich und machen oftmals eine Metadiskussion und -reflexion notwendig.

Alle diese Herausforderungen ließen es als notwendig erscheinen, eine online verfügbare Lernumgebung für den Erwerb von Medienkompetenzen in Lehre, Unterricht und pädagogischer Praxis zu entwickeln und dabei die neuen Möglichkeiten inhaltlich, technisch und didaktisch zu gestalten.

Über den Autor


Roland Bader
Prof. Dr., Diplom-Psychologe, seit 2003 Professor für Medienwissenschaft und Medienpädagogik an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Referent im Studienzentrum für Evangelische Jugendarbeit in Josefstal. 15 Jahre Medienpädagogik in der kulturellen Jugendbildung (Medienzentrum Parabol, Nürnberg) und in der Jugendhilfe (Wissenschaftliches Institut des Jugendhilfswerks Freiburg). Schwerpunkte: Mediengestaltung, Mediendidaktik, Medien und Identität.