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Medienpädagogik, Medienbildung, Medienkompetenz

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Praktische Medienarbeit im Schulkontext?

Ein Dialog über Räume und Rahmenbedingungen für eine Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Partnern der Medienpädagogik

Bernward Hoffmann im Gespräch mit Marlene Albrecht-Illner

Als "Praktische Medienarbeit" wird die handlungsorientierte Dimension der Medienpädagogik bezeichnet. In allen Unterteilungen zu Zielen und Aufgaben der Medienpädagogik bzw. in Modellen der Medienkompetenz kommt diese Dimension vor. Dieter Baacke ging dabei so weit, die handlungsorientierte Medienpädagogik als Königsweg zur Erreichung von Medienkompetenz zu beschreiben.

Die Domäne praktischer Medienarbeit ist ein Feld der Jugendhilfe, im schulischen Kontext als außerschulische Kinder- und Jugendarbeit und -bildung bezeichnet. Wesentliche Prinzipien in diesem Bereich sind: Freiwilligkeit, offene Struktur, Verzicht auf feste Curricula und Leistungskontrolle; gerade darin unterscheidet sie sich von der Schule.

Alle aktuellen Diskussionen um Bildung und Erziehung nach dem PISA-Schock laufen primär auf eine Stärkung und zeitliche Erweiterung der schulischen Bildung hinaus. Diese sollte allerdings eine Veränderung der Curricula und der Lernformen und -arrangements einschließen. Ansätze zu einer breiten Etablierung und pädagogischen Ausgestaltung von Ganztagsangeboten liegen im Trend.

Die vollmundigen Thesen zu einer Kooperation von Jugendhilfe und Schule auf gleicher Augenhöhe haben auch Teile der Jugendhilfe zum positiv hoffenden Engagement bewogen; in vielen Fällen wurden sie auch für Nachmittags- und Ferienangebote verpflichtet. Doch die Skepsis kehrt schleichend zurück. Schule, Schulsystem, die dahinter stehende Bürokratie und die Lehrerschaft sind eindeutig der dominante "Partner", weil es eben nicht um Kooperation, sondern um Ergänzung und Erweiterung des schulischen Vormittags bzw. um Versorgung der zusätzlichen Nachmittagszeiten in Verantwortung der Schule oder an der Schule angesiedelter Trägervereine für den Ganztag geht.

Medienpädagogen im Schulkontext führen derzeit Debatten um Bildungsstandards für eine verpflichtende Medienbildung an Schulen (auch die Fachgruppe Schule in der GMK). Wenn diese Debatte die Traditionen, Erfahrungen und bisherigen Standards einer Förderung von Medienkompetenz ernst nimmt, dann muss praktische Medienarbeit eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Standards spielen.

Aber wie kann das im Schulkontext gehen? Welche Freiräume gibt es, welche Rahmenbedingungen sind hindernd, welche Räume wären zu öffnen? Um diese Fragen geht es im folgenden Dialog zwischen Bernward Hoffmann, Professor für Medienpädagogik an der Fachhochschule Münster, und Marlene Albrecht-Illner, Leiterin einer Montessori-Grundschule mit mehrjähriger Zwischentätigkeit im Bereich der Medienpädagogik.

Über die Gesprächspartner


Bernward Hoffmann
Prof. Dr., Professor für Medienpädagogik an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen. Schwerpunkte der Arbeit: Diverse Varianten praktischer Medienarbeit mit alten und neuen Medien; Mediennutzung und soziale Benachteiligung bzw. soziale Problemlagen; Kinder-/ Jugendmedienschutz; Lernen mit neuen Medien.

Marlene Albrecht-Illner
Lehrerin für Grund- und Hauptschule. 10 Jahre Tätigkeit in einer Hauptschule, danach 15 Jahre in einer Montessori-Grundschule. In der Phase der Etablierung der neuen Medien an Schulen Moderatorin des e-teams Düsseldorf und danach vier Jahre in der Medienberatung NRW. Seit 2007 Rektorin der Ev. Elsa-Brändström-Schule in Düsseldorf.