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Pressemitteilungen - Archiv

Pressemitteilung vom 07.12.2005

Migration, Globalisierung und Medien – neue Bildungskonzepte
22. Forum Kommunikationskultur der GMK vom 18. bis 20. November 2005 in Bielefeld

„Bildung muss sich wieder lohnen in Deutschland.“ Das war das Resümee von Professor Dr. Dieter Wiedemann, wieder gewählter erster Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur auf dem Forum Kommunikationskultur der GMK in Bielefeld.

Im Fokus des Forums standen Globalisierung, Migration und Medien. Mit Blick auf Migrantinnen und Migranten in Deutschland zeigt sich deutlich, dass sich viele von ihnen in aktuellen Bildungsmaßnahmen nur verwahrt fühlen und von manchen Bildungsangeboten keine verbesserte Chance zum Einstieg in unsere Gesellschaft erwarten.

Dies zu verändern und den Dialog in unserer Gesellschaft zwischen den verschiedenen Kulturen zu fördern, dazu sind Medienbildung und Medienpädagogik Instrumente. In Praxis und Wissenschaft zeigt sich, dass medienpädagogische Projekte besonders geeignet sind, interkulturelle integrative Prozesse in Gang zu setzen.

Die beteiligten Experten waren sich darüber einig, dass das Konzept der Parallelgesellschaften die Entwicklung in unserer Gesellschaft nicht hinreichend beschreibt.

Aktuelle Studien über Migrantinnen, Migranten in Deutschland und Europa zeigen, dass zwar zunehmend muttersprachliche Angebote aus dem jeweiligen Herkunftsland der Migrantinnen und Migranten genutzt werden, doch geht der Trend vor allem bei den jüngeren Migrantinnen und Migranten in Deutschland hin zu deutschen Medienangeboten.

Dabei fügen sich sowohl globale als auch lokale Elemente zu neuen kulturellen Verbindungen zusammen:

Am Beispiel von HipHop zeigte Professor Dr. Lothar Mikos, wie sich Lokales mit Globalem sowie Herkunftsbestimmtem bei jugendlichen Migranten heute mischt.

Und auch in anderen kulturellen Bereichen zeigt sich der globale Aus­tausch. So kommen viele Konzepte erfolgreicher Fernsehangebote aus dem Ausland – Beispiele: „Wer wird Millionär?“ (England) oder „Verliebt in Berlin“ (Columbien).

Professor Heinz Moser aus Zürich veranschaulichte anhand von Ergebnissen aus Forschungsprojekten, wie hybride Kulturen bei Migrantinnen und Migranten, aktuelle, vergangene, herkunftsbestimmte und globale Lebenswelten miteinander kombinieren.

Kulturelle Unterschiede sollten daher als Ressourcen genutzt werden, um modernen Gesellschaften neue Impulse zu geben. Medien spielen bei der Verzahnung unterschiedlicher Kulturen heute eine zentrale Rolle. Natürlich können sie aber nicht gesellschaftliche Defizite kompensieren, die politisch verursacht sind.

Deshalb: Neben einem Appell an die Politik, Integrationsprozesse durch Akzeptanz und Bildung in unserer Gesellschaft zu fördern, wiesen die Expertinnen und Experten der Tagung darauf hin, wie wichtig Medien­bildung für die Befriedung unserer Gesellschaft intern und extern heute und zukünftig ist.

Besonders Jugendliche müssen befähigt werden, sich an demokrati­schen Prozessen in unserer Gesellschaft zu beteiligen und ihre Qualifizierung für Jobs, die heute häufig Medienjobs sind, zu erhöhen. Medienbildung und Medienpädagogik können hier Wichtiges beitragen.

Information/Anmeldung

GMK-Geschäftsstelle
Körnerstr. 3, 33602 Bielefeld
fon 0521.67788, fax 0521.67727

 

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