Call for Workshops: 3. Fachtagung Politische Medienbildung

Call for Workshops: 3. Fachtagung Politische Medienbildung

Call for Workshops: 3. Fachtagung Politische Medienbildung

21. September 2026 - 22. September 2026
Ganztägig
Gustav-Stresemann-Institut e.V. (GSI) - Langer Grabenweg 68, Bonn

Call for Workshops

Thema: „Machtverhältnisse in der Digitalität reflektieren – Mündigkeit fördern“

Digitale Plattformen vernetzen uns, bieten Zugang und Teilhabe. Doch Tech-Konzerne verfügen über erhebliche Gestaltungsmacht hinsichtlich Sichtbarkeit, Reichweite und Diskursdynamiken – und prägen damit demokratische Öffentlichkeit. Zugleich sind digitale Räume von gesellschaftlichen Machtverhältnissen durchzogen: Diskriminierungsformen, wie u.a. Rassismus, Klassismus und Adultismus wirken in ihnen fort und strukturieren Teilhabechancen, Repräsentation und Deutungshoheit. Die 3. Fachtagung Politische Medienbildung widmet sich der Frage, wie Machtverhältnisse in digitalen Welten sichtbar gemacht, kritisch reflektiert und pädagogisch bearbeitet werden können.

Dafür suchen wir 8 Workshops à 2:30 Stunden, die das Tagungsthema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und weiterentwickeln. Die Workshops finden am Montag, 21.09.2026 von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr in Präsenz statt. Mögliche Inhalte und Methoden: Die Workshops können sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:

  • Plattformmacht und demokratische Öffentlichkeit: Wie beeinflussen Big-Tech-Unternehmen über ihre Geschäftsmodelle, Algorithmen oder auch Beziehungen zur Politik Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Diskurse? Welche Rolle spielt K.I.? Welche Narrative werden ausgespielt und welche Auswirkungen hat das auf unser demokratisches Zusammenleben? Welche Macht und Verantwortung hat dabei journalistische Arbeit?
  • Soziale Ungleichheit und intersektionale Perspektiven im Digitalen: Inwiefern reproduzieren oder verstärken digitale Öffentlichkeiten soziale Ungleichheit, Dominanzverhältnisse sowie weitere Formen struktureller Marginalisierung?
  • Pädagogische Verantwortung und Selbstreflexion: Welche Verantwortung trägt Politische Medienbildung selbst innerhalb digitaler Machtverhältnisse? Wie können diskriminierungskritische, machtsensible und selbstreflexive Ansätze gestaltet werden?

Weitere thematische Zugänge sind ausdrücklich willkommen, sofern sie zur Auseinandersetzung mit Macht in der Digitalität beitragen. Die Veranstaltenden bemühen sich, verschiedene Themen, Methoden und Perspektiven im Programm abzubilden. Die Auswahl der Workshops basiert auf folgenden Kriterien. Es müssen nicht alle Kriterien erfüllt werden.

  • interaktive und partizipative Formate
  • theoretische oder praxisorientierte Zugänge
  • innovative inhaltliche Perspektive zum Tagungsthema
  • innovative Methodik
  • intersektionale Perspektive

Formales und Rechtliches Bitte senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 04.05.2026, 12 Uhr, per E-Mail an folgende Adressen: Rüdiger Fries: r.fries@lpb.saarland.de, Eda Sayan: eda.sayan@bpb.de. Bitte verwenden Sie dazu ausschließlich das beigefügte Anmeldeformular (PDF). Es besteht kein Rechtsanspruch, dass der vorgeschlagene Workshop ins Programm aufgenommen wird. Die Rückmeldung zum Auswahlverfahren erfolgt bis zum 02.06.2026. Referierende erhalten ein Honorar in Höhe von 500,00 Euro (Netto).

Sollten Sie an einer Teilnahme an der Veranstaltung auch im Falle einer Nicht-Berücksichtigung Ihres Beitrags interessiert sein, ist eine separate Anmeldung über das Anmeldeformular auf der allgemeinen Veranstaltungsseite erforderlich.

Hinweis: Sollten Sie eine weiterführende Fragestellung zum Tagungsthema einbringen wollen oder auch Themen, die Sie darüber hinaus in der Politischen Medienbildung beschäftigen, möchten wir Sie auf unser Barcamp am zweiten Tagungstag hinweisen. Hier haben Sie die Möglichkeit vor Ort Themen für Sessions vorzuschlagen und dazu mit den anderen Teilnehmer*innen in den Austausch zu kommen.

Wir wünschen viel Erfolg!

Machtverhältnisse in der Digitalität reflektieren – Mündigkeit fördern

Digitale Plattformen sind längst mehr als Kommunikationsräume. Social Media, Messenger, Gaming-Foren und KI-gestützte Systeme sowie die hinter ihnen stehenden Tech-Konzerne strukturieren Aufmerksamkeit, selektieren und priorisieren Inhalte, ordnen Sichtbarkeit und rahmen Kommunikation. Auf diese Weise vernetzen sie Menschen und beeinflussen Meinungsbildungsprozesse – und damit digitale wie analoge Öffentlichkeit tiefgreifend.

Programm

Das Programm zur „3. Fachtagung Politische Medienbildung – Machtverhältnisse in der Digitalität reflektieren – Mündigkeit fördern“ wird in Kürze an dieser Stelle bekannt gegeben.

3. Fachtagung Politische Medienbildung: Logos der Veranstalter

Veranstalter*innen

Die Veranstaltung wird von den Landeszentralen für politische Bildung der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen sowie der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, mediale pfade und dem Fachbereich Medien der Akademie der Kulturellen Bildung umgesetzt.