Bechtold, Christopher/Friedrich, Björn/Gerstmann, Markus/Sieben, Gerda: Die netzpolitische Glaskugel

In:  Beranek, Angelika/Ring, Sebastian/Schuegraf, Martina (Hrsg.): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft. Schriften zur Medienpädagogik 56. München: kopaed (Herbst 2020)

Mit einer netzpolitischen Glaskugel in die Zukunft schauen, um herauszufinden, ob wir uns auf diese freuen wollen oder sie fürchten sollen, ist eine große Herausforderung. Antworten soll das Workshop-Konzept Die netzpolitische Glaskugel (durchgeführt beim Forum Kommunikationskultur im November 2019) geben, das die Autor*innen in diesem Beitrag vorstellen.  Sie werfen dabei exemplarisch einen utopischen, einen dystopischen sowie trendigen Blick in die Zukunft und präsentieren im Anschluss einen Methodenmix zum Thema Datenschutz.

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Friedrich, Björn: Eine netzpolitische Bestandsaufnahme – Oder: Der Versuch einer zuversichtlichen Zukunftsvision

In:  Beranek, Angelika/Ring, Sebastian/Schuegraf, Martina (Hrsg.): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft. Schriften zur Medienpädagogik 56. München: kopaed (Herbst 2020)

Welche Entwicklungen sind derzeit im Bereich der Netzpolitik zu beobachten und welche Schlussfolgerungen können wir daraus für unsere medienpädagogische Arbeit ziehen? Im Spannungsfeld zwischen utopischen und dystopischen Vorhersagen wird in diesem Beitrag der Versuch unternommen, die positiven Entwicklungen unserer digitalisierten Gesellschaft aufzugreifen, um einen optimistischen Blick in die Zukunft zu wagen. Die Grundlage dieses Artikels bildete ein Pecha Kucha-Vortrag, der im Rahmen des Forums Kommunikationskultur im November 2019 gehalten wurde.

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Geisler, Martin: Homo ludens vs. Homo oeconomicus – Digitales Spiel zwischen Kontrolle, Ökonomie und befreitem Agieren

In:  Beranek, Angelika/Ring, Sebastian/Schuegraf, Martina (Hrsg.): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft. Schriften zur Medienpädagogik 56. München: kopaed (Herbst 2020)

Obwohl uns heute viele Spiele umgeben, finden wir in unserer Alltagswelt selten den Homo ludens. Vielmehr ist beinahe jeder Anteil unseres Lebens und Denkens durchzogen von Zweckmäßigkeit, Gewinn und Rationalität. Auch in vielen (digitalen) Spielen entdecken wir diese Elemente. Trotzdem drückt sich im Wesen des Spiels der Homo ludens aus. Im Beitrag wird ein kritischer Blick auf ökonomische Herangehensweisen von Entwickler*innen, (Medien-)Pädagog*innen, aber auch Spielenden gelegt.

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Götz, Maya: „Ein Kick fürs Selbstbewusstsein.“ (Lilli, 15 Jahre) – Die Selbstinszenierung von Mädchen auf Instagram

In:  Beranek, Angelika/Ring, Sebastian/Schuegraf, Martina (Hrsg.): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft. Schriften zur Medienpädagogik 56. München: kopaed (Herbst 2020)

Instagram ist zurzeit eine der attraktivsten Plattformen zur Selbstinszenierung von Mädchen. In Fallstudien mit sieben Mädchen (14 bis 16 Jahre) wird deutlich, was ihnen hier wichtig ist: Sie wollen sich in perfekten Bildern darstellen. Um dies zu erreichen, benötigen sie oftmals viele Anläufe und bearbeiten ihre Bilder mit Filter-Apps nach. Eine Repräsentativbefragung zeigt, dass rund die Hälfte der Mädchen und ein Viertel der Jungen, die auf Instagram Bilder von sich posten, ihre Erscheinung nachbearbeiten. In der Selbstinszenierung beweisen die Jugendlichen dabei technische Kompetenz und hohe Medienkompetenz, z.B. was die Veröffentlichung der eigenen Bilder angeht. Gleichzeitig geht mit der Selbstinszenierung auf Instagram aber auch eine deutliche Verengung des Schönheitsideals und der Identitätsarbeit einher.

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Röll, Franz Josef: Bildung zwischen Utopie und Dystopie

In:  Beranek, Angelika/Ring, Sebastian/Schuegraf, Martina (Hrsg.): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft. Schriften zur Medienpädagogik 56. München: kopaed (Herbst 2020)

Ausgehend von Humboldts Verständnis von Bildung stellt Franz Josef Röll mögliche unterschiedliche zukünftige Bildungs-Konzepte vor. Er greift dabei Konzepte der KI-Forschung auf (Master Algorithmus, Objektorientierte Ontologie, Recruiting), bei denen es um eine bessere/ultimative Verknüpfung von Computer-Algorithmen und menschlichem Lernen geht. In seinen Ausführungen über zukünftige Kompetenzen und transversales Lernen formuliert Röll eine pädagogische Perspektive und zeigt nach einem Blick auf die Zukunft der Institution Schule neue Lernphilosophien auf.

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Tulodziecki, Gerhard: Künstliche Intelligenz und Medienpädagogik

In:  Beranek, Angelika/Ring, Sebastian/Schuegraf, Martina (Hrsg.): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft. Schriften zur Medienpädagogik 56. München: kopaed (Herbst 2020)

Im Rahmen der Digitalisierung sind Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz immer bedeutsamer geworden. Dabei spielt das Maschinelle Lernen mithilfe Künstlicher Neuronaler Netze eine zunehmend wichtige Rolle. Die damit verbundenen medialen Erscheinungsformen und die dahinter ablaufenden Prozesse sowie die fortschreitende Entgrenzung zwischen Mensch und Maschine werfen für die Medienbildung verschiedene Fragen auf, z.B. nach dem zukünftig zugrunde zu legenden Menschenbild und geeigneten Zielperspektiven, nach wichtigen Nutzungsformen und Handlungsfeldern sowie nach bedeutsamen Inhaltsbereichen und Vorgehensweisen. Entsprechende Fragen werden von Gerhard Tulodziecki aufgenommen und hinsichtlich möglicher Antworten zur Diskussion gestellt.

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