2019

Bosse, Ingo/Haage, Anne/Kamin, Anna-Maria/Schluchter, Jan-René/GMK-Vorstand: Medienbildung für alle: Medienbildung inklusiv gestalten

Positionspapier der Fachgruppe Inklusive Medienbildung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK)

In: Brüggemann, Marion/Eder, Sabine/Tillmann, Angela (Hrsg.): Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt. München: kopaed 2019 (im Erscheinen)

Die GMK-Fachgruppe Inklusive Medienbildung vertritt die Auffassung, dass Medienbildung für die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe und Zugehörigkeit grundlegend ist und folglich integraler Bestandteil von Bildungsprozessen sein muss. Rechtlich verankert ist diese Forderung in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, in der Medien eine Schlüsselstellung bei der Erreichung voller und wirksamer Teilhabe an der Gesellschaft zugesprochen werden. Die Fachgruppe vertritt ein über die Behindertenrechtskonvention hinausgehendes, weites Inklusionsverständnis, jenseits einer Verengung auf Menschen mit Behinderungen. Dieses Verständnis von Inklusion bezieht verschiedene Heterogenitätsdimensionen wie Behinderung, soziale und/oder kulturelle Herkunft, Geschlecht, Alter mit ein und vereint zwei Diskursstränge miteinander: einerseits Diskurse um die ungleichen Lebensbedingungen und -verhältnisse von Menschen mit Behinderungen und andererseits Diskussionen um die Dynamiken der sozialen Spaltung. Das Positionspapier weist auf notwendige Voraussetzungen hin, um (Medien-)Bildungsprozesse über die gesamte Lebensspanne hinweg nach den Zielvorstellungen von Inklusion gestalten zu können.

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Drüeke, Ricarda: “Check your privilege” – Intersektionale Perspektiven auf digitalisierte Medienkulturen

In: Brüggemann, Marion/Eder, Sabine/Tillmann, Angela (Hrsg.): Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt. München: kopaed 2019 (im Erscheinen)

Ricarda Drüeke macht das Konzept der Intersektionalität zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen zu digitalisierten Medienkulturen, um Potentiale, Schwierigkeiten und Herausforderungen von Teilhabe und Inklusion zu diskutieren. Ihr Beitrag gliedert sich in drei Teile. Sie kontextualisiert zunächst die Analyse von Mehrfachdiskriminierungen historisch und stellt das Konzept der Intersektionalität vor. Um diese Forschungsperspektive zu verdeutlichen, führt sie anschließend zwei Fallbeispiele an: erstens die PussyHat-Bewegung und zweitens den gegenwärtigen Hashtag-Aktivismus am Beispiel von #IfTheyGunnedMeDown und #BlackLivesMatter. In einem kurzen Fazit werden die Fallbeispiele in das Konzept der Intersektionalität eingeordnet und die Potentiale und Herausforderungen mit Verbindungslinien auch zur medienpädagogischen Praxis diskutiert.

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Marx, Christoph/Jahn, Luise: Selbstbestimmte mediale Teilhabe fördern: Das Projekt „Telling Stories/Geschichten erzählen“

In: Brüggemann, Marion/Eder, Sabine/Tillmann, Angela (Hrsg.): Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt. München: kopaed 2019 (im Erscheinen)

Mit dem Projekt Telling Stories/Geschichten erzählen leistet der Landesfilmdienst Sachsen e.V. einen Beitrag, Menschen mit Behinderung in ihrer selbstbestimmten medialen Teilhabe an der Gesellschaft zu unterstützen. Das Projekt basiert auf drei zentralen Tätigkeiten: Zum einen soll ein barrierearmes sachsenweites Wanderkino etabliert werden, das sogenannte Kino ohne Hürden!. Zum anderen werden Werkstätten initiiert, in denen Menschen mit Behinderung ihre eigenen medialen Produkte herstellen und so ihre eigenen Geschichten erzählen können. Zentrales Medium ist das E-Book. Das dritte Tätigkeitsfeld besteht in Workshops und Fortbildungen für Fachkräfte in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, in welchen Ziele, Inhalte und Methoden des Projekts vermittelt und medienpädagogische Kompetenzen befördert werden sollen. Christoph Marx und Luise Jahn erläutern in ihrem Beitrag, wie es gelingen kann, ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen und zu etablieren. Der Artikel liefert einen Einblick in ein laufendes Projekt im Freistaat Sachsen und bietet Anregungen, wie medienpädagogische Arbeit den Anspruch an selbstbestimmte mediale Teilhabe realisieren kann.

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Matzat, Lorenz: „Algorithmic Accountability“ – Automatisierte Entscheidungen sichtbar machen

In: Brüggemann, Marion/Eder, Sabine/Tillmann, Angela (Hrsg.): Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt. München: kopaed 2019 (im Erscheinen)

Im Zeitalter der Digitalisierung werden immer mehr Alltagsprozesse durch Algorithmen in Form von Software geregelt. Meist geht um die Entlastung von eintöniger Arbeit, aber auch um die Vorwegnahmen und Vorbereitung von Entscheidungen. Die Folgen dieser Automatisierung bleiben dabei oft im Verborgenen, obwohl sie nicht zuletzt auch die Teilhabe an Gesellschaft berühren. Die journalistische Methode „Algorithmic Accountability“ tritt deshalb für eine Rechenschaftspflicht ein: So soll nachvollziehbar werden, welche Entscheidungen wie durch Algorithmen getroffen oder geprägt werden.

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2018

Hobbs, Renee: How Digital Media Alter Concepts of Authority and Expertise

In: Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M./Narr, Kristin (Hrsg.): Futurelab Medienpädagogik. Qualitätsentwicklung – Professionalisierung – Standards. München: kopaed 2018, S. 217-224

Die Professorin für Communication Studies der Harrington School of Communication and Media an der Universität von Rhode Island (USA) und Leiterin des Media Education Lab, Renee Hobbs, reflektiert in ihrem Beitrag “How Digital Media Alter Concepts of Authority and Expertise” die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen, die digitale Medien auf unser bisheriges Verständnis von Autorität und den Umgang mit (Fach-) Wissen haben. Zentral in ihrer Analyse sind die knappe Relektüre des Literacy-Begriffs in kommunikationswissenschaftlicher Perspektive und der Hinweis auf die grundsätzliche Begrenzung menschlicher Informationsverarbeitung (Limits of Human Information Processing), die Aufmerksamkeit – gerade im digitalen Zeitalter, in dem alles für jede*n zur Verfügung steht – zu einem raren Gut stilisiert. Renee Hobbs zeigt am Beispiel einer Kalifornischen Studie die Bedeutung der Medienkompetenzförderung (Media Literacy Education) in Zeiten genereller Überforderung durch die Fülle medialer Angebote und beabsichtigter Desinformation (Choice Overload, Performative Sharing und Attention Economics). Die für die Medienbildung verantwortlichen Akteur*innen – so fordert sie – müssen alle Menschen in die Lage versetzen, diesen neuen Herausforderungen kritisch zu begegnen und jegliche Informationen – auch solche von anerkannten Autoritäten oder Expert*innen – grundsätzlich als konstruiert zu verstehen und ihre Kontextgebundenheit durchschauen zu können.

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Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M./Narr, Kristin: Ein Futurelab für die Medienpädagogik

In: Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M./Narr, Kristin (Hrsg.): Futurelab Medienpädagogik. Qualitätsentwicklung – Professionalisierung – Standards. München: kopaed 2018, S. 9-20

Einleitung der Herausgeber*innen mit Kurzzusammenfassungen aller Beiträge des Bandes.

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Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M./Tulodziecki, Gerhard: Qualitätsentwicklung – Professionalisierung – Standards. Thesenaus medienpädagogischer Sicht

In: Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M./Narr, Kristin (Hrsg.): Futurelab Medienpädagogik. Qualitätsentwicklung – Professionalisierung – Standards. München: kopaed 2018, S. 23-47

Um die Diskussion in der Medienpädagogik sowohl in Forschung als auch in der Praxis anzuregen, veröffentlichten Thomas Knaus, Dorothee Meister und Gerhard Tulodziecki im Vorfeld des Forums 14 Thesen. Mittels dieser Thesen konnte eine konstruktive interne Diskussion angeregt werden, die letztlich in eine Positionsbestimmung der GMK bezüglich praktischer und wissenschaftlicher medienpädagogischer Arbeit mündete, die eine bessere Wahrnehmung nach außen erreichen soll. Die Thesen beginnen mit Überlegungen zum digitaltechnikinduzierten gesellschaftlichen Wandel und seiner Bedeutung für die Medienpädagogik. Dies vorausschickend werden Fragen der Professionalisierung und Qualifizierung im Hinblick auf das praktische Handeln sowie in Bezug auf die Rolle der Medienpädagogik als Wissenschaft fokussiert und schließlich der Stellenwert von Standards zur Orientierung und Reflexion thematisiert.

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Kratzsch, Jörg: Aller guten Dinge sind 3: Medienpädagogische Aufträge in der Kita

In: Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M./Narr, Kristin (Hrsg.): Futurelab Medienpädagogik. Qualitätsentwicklung – Professionalisierung – Standards. München: kopaed 2018, S. 103-116

Im Beitrag “Aller guten Dinge sind 3: Medienpädagogische Aufträge in der Kita” von Jörg Kratzsch finden sich Überlegungen entlang der grundlegenden Förderaufträge früher (Entwicklungs-) Förderung und den wesentlichen Arbeitsschwerpunkten Erziehung, Bildung und Betreuung. Der Medienwissenschaftler stellt fest, dass wir seit einigen Jahren überwiegend eine auf den Bildungsbegriff fokussierte Frühpädagogik erleben. Davon bleiben auch medienpädagogische Bestrebungen entlang der Zielgruppe nicht unbeeinflusst. Jörg Kratzsch wirbt für einen subjektorientierten und umfänglicheren Blick auf das Arbeitsfeld.

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2017

Brüggen, Niels: Big Data als Herausforderung für die Medienpädagogik

In: Eder, Sabine/Mikat, Claudia/Tillmann, Angela (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. München: kopaed 2017, S. 127-134

Niels Brüggen macht deutlich, dass sich die Förderung von Medienkompetenz angesichts Big Data nicht auf Tipps zum individuellen Schutz von Daten beschränken darf. Er stellt praktische Arbeitsansätze zu Themen wie Online-Werbung oder Überwachung vor, die helfen sollen, Ohnmachtserfahrungen zu überwinden und eigene Vorstellungen zu entwickeln und letztlich darauf zielen, die politischen Rahmenbedingungen mitzugestalten.

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Dankert, Kevin/Dreyer, Stephan: Autonomie und Determinismus. Was sagt das Grundgesetz zu Alltagsentscheidungen durch Software?

In: Eder, Sabine/Mikat, Claudia/Tillmann, Angela (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. München: kopaed 2017, S. 85-96

Kevin Dankert und Stephan Dreyer beleuchten Alltagsentscheidungen durch Software aus juristischer Sicht. Ihr Beitrag widmet sich der Frage, wie frei der Mensch angesichts software-basierter Entscheidungssysteme noch ist und welche Folgerungen sich hinsichtlich der verfassungsrechtlich verbürgten Autonomie des Menschen und der Aufgaben von Medienpädagogik ergeben.

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“Datafizierung des Lebens” – Ein medienpädagogisches Positionspapier der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (KBoM!)

In: Eder, Sabine/Mikat, Claudia/Tillmann, Angela (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. München: kopaed 2017, S. 197-199

Deutlich machen die Diskussionen auf dem GMK-Forum und die Beiträge dieses Bandes, dass sich die Bedingungen für die Persönlichkeitsentwicklung durch die kommerziellen und sicherheitspolitischen Datenerhebungs- und Datenauswertungspraktiken aktuell grundlegend wandeln – und damit auch die Grundlagen für Bildungsprozesse und eine demokratische Kommunikationskultur. Im Positionspapier fordern die GMK und KBOM, dass der Medienpädagogik in diesem gesellschaftlichen Wandlungsprozess eine Schlüsselrolle zukommen sollte. Erforderlich sei, Medienbildung in allen Bildungsbereichen verbindlich zu integrieren und die Expertise der Medienpädagogik bei regulatorischen Planungen und Maßnahmen und in digitalpolitischen Präsentations- und Entscheidungsplattformen (Digitale Agenda, IT-Gipfel u.a.m.) einzubeziehen.

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Eder, Sabine/Mikat, Claudia/Tillmann, Angela (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis

In: Dies. (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. München: kopaed 2017, S. 9-16

Einleitung der Herausgeber/-innen mit Kurzzusammenfassungen aller Beiträge des Bandes.

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Kutscher, Nadia: Geflüchtete als Zielgruppe medienpädagogischer Arbeit in der digitalisierten Gesellschaft. Erkenntnisse, Potentiale und Herausforderungen

In: Eder, Sabine/Mikat, Claudia/Tillmann, Angela (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. München: kopaed 2017, S. 203-217

Nadia Kutscher diskutiert in ihrem Beitrag, welche Rolle die Medienpädagogik im Kontext vielfältiger Bildungsangebote und Initiativen, die gesellschaftliche Teilhabe und Integration ermöglichen wollen, einnehmen kann. Sie stellt aktuelle empirische Befunde zur Lebenssituation und Mediennutzung geflüchteter Menschen dar und zeigt auf, welche relevanten Fragen, Herausforderungen und Ansatzpunkte für Medienbildung sich dabei zeigen.

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Zorn, Isabell: Wie viel „App-Lenkung“ verträgt die digitalisierte Gesellschaft? Herausforderungen digitaler Datenerhebungen für die Medienbildung

In: Eder, Sabine/Mikat, Claudia/Tillmann, Angela (Hrsg.): Software takes command. Herausforderungen der “Datafizierung” für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. München: kopaed 2017, S. 19-33

Der Artikel von Isabel Zorn beleuchtet, warum eine Auseinandersetzung mit informationeller Selbstbestimmung angesichts von Datenerhebungs- und Datenverarbeitungspraktiken in Bildungsprozessen gesellschaftlich relevant ist. Für diese Auseinandersetzung sind Kenntnisse der informatischen Strukturen genutzter Medien notwendig, so die Autorin, um daraus ableitend die Ambivalenz des Verhältnisses zwischen Medienbildung und informatischer Bildung aufzuzeigen und Herausforderungen für die Medienpädagogik zu benennen.

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2016

Brüggemann, Marion/Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M.: Kommunikationskulturen in digitalen Welten. Konzepte und Strategien der Medienpädagogik und Medienbildung

In: Dies. (Hrsg.): Kommunikationskulturen in digitalen Welten. Konzepte und Strategien der Medienpädagogik und Medienbildung. München: kopaed 2016, S. 9-16

Einleitung der Herausgeber/-innen mit Kurzzusammenfassungen aller Beiträge des Bandes.

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Doing politicsBrüggen, Niels/Soßdorf, Anna: Das neue Spiel nach Snowden. Überwachte Medien als Grundlage von Partizipation?!

In: Pöttinger, Ida/Kalwar, Tanja/Fries, Rüdiger (Hrsg.): Doing politics – Politisch agieren in der digitalen Gesellschaft. München: kopaed 2016, S. 125-135

Niels Brüggen und Anna Soßdorf gehen der Frage nach, inwiefern das Internet für Jugendliche bereits ein Ort der politischen Partizipation ist und welche Ansatzpunkte für die medienpädagogische Förderung des partizipativen Medienhandelns identifiziert werden können. Sie beleuchten darüber hinaus Herausforderungen, die sich aus dem Wissen um die Überwachung des Internetverkehrs für die Medienpädagogik stellen. Auf Grundlage der Ausführungen werden Perspektiven für die Weiterentwicklung medienpädagogischer Ansätze skizziert.

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Hasebrink, Uwe: Medienkompetenz in Europa. Vom Nutzen international vergleichender Forschung

In: Brüggemann, Marion/Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M. (Hrsg.): Kommunikationskulturen in digitalen Welten. Konzepte und Strategien der Medienpädagogik und Medienbildung. München: kopaed 2016, S. 229-242

Anhand des Forschungsnetzwerkes zu EU Kids Online, das seit Jahren eine Fülle von empirischen Daten aus 25 europäischen Ländern zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Onlinenutzung sammelt, zeigt Uwe Hasebrink, welche Schwierigkeiten beim Vergleich der verschiedenen Länder auftreten. Er betont, wie wichtig solche Vergleiche sind, aber dass Kontextfaktoren genauer zu untersuchen sind. Nur so kann international vergleichende Forschung zum besseren Verständnis der Rolle von Medienkompetenz und damit auch zur Förderung von Medienkompetenz beitragen. Und nur so ist es möglich, Erklärungen anhand von Kontextfaktoren zu liefern und daraus Empfehlungen abzuleiten, welche Fördermaßnahmen sich bewähren, um Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, die Möglichkeiten der Onlinemedien für sich persönlich so vielfältig wie möglich zu nutzen, ohne dabei für sie belastende negative Erfahrungen machen zu müssen.

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Krotz, Friedrich: Wandel von sozialen Beziehungen, Kommunikationskultur und Medienpädagogik. Thesen aus der Perspektive des Mediatisierungsansatzes

In: Brüggemann, Marion/Knaus, Thomas/Meister, Dorothee M. (Hrsg.): Kommunikationskulturen in digitalen Welten. Konzepte und Strategien der Medienpädagogik und Medienbildung. München: kopaed 2016, S. 19-42

Friedrich Krotz beleuchtet den Zusammenhang zwischen dem stetigen Medienwandel und Mediatisierungsprozessen. Der hier vertretene Medienbegriff trägt den strukturellen und situativen Potentialen von Medien Rechnung und begreift sie zunehmend als Mediensysteme, die sich zu einer computergesteuerten digitalen Infrastruktur verdichten, welche vor allem Kinder und Jugendliche zu nutzen wissen und ihren Bedürfnissen entsprechend weiterentwickeln sowie ihr soziales und kommunikatives Leben darauf hin ausrichten.

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Doing politicsKrüger, Thomas: Zwischen Filterblase und snapshat. Politische Partizipation im digitalen Wandel und die neuen/alten Aufgaben der Medienpädagogik

In: Pöttinger, Ida/Kalwar, Tanja/Fries, Rüdiger (Hrsg.): Doing politics – Politisch agieren in der digitalen Gesellschaft. München: kopaed 2016, S. 27-37

Das Neuland Digitale Mediengesellschaft scheint besetztes Gebiet: digitale Infrastruktur statt digitale Medienkompetenzen, Industrie 4.0 anstatt Web 2.0., Überwachen statt Freiheit und Big Data der Konzerne/Maschinen statt Demokratie der Medien/Citizens. Und die Kinder, die die Pädagogik leiten sollte, werden längst schon von den digitalen Medien als dritter Sozialisationsinstanz erzogen, manche meinen verführt. Angesichts der Deutlichkeit solcher Gegenwartsdiagnosen versucht Thomas Krüger in seinem Beitrag u. a. der Antwort darauf näherzukommen, wie eine medienpädagogische Theorie und Praxis in der gegenwärtigen Situation eigentlich aussehen kann.

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Doing politicsPöttinger, Ida/Kalwar, Tanja/Fries, Rüdiger: Doing politics – Politisch agieren in der digitalen Gesellschaft

In: Dies. (Hrsg.): Doing politics – Politisch agieren in der digitalen Gesellschaft. München: kopaed 2016, S. 11-19

Einleitung der Herausgeber/-innen mit Kurzzusammenfassungen aller Beiträge des Bandes.

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2015

Friedrich, Katja/Siller, Friederike/Treber, Albert: smart und mobil – Bewegung im digitalen Paradies

In: Dies. (Hrsg.): smart und mobil. Digitale Kommunikation als Herausforderung für Bildung, Pädagogik und Politik. München: kopaed 2015, S. 9-13

Einleitung der Herausgeber/-innen des Bandes.

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Friedrich, Katja: Pädagogische Potenziale – Wie der Lernort Schule in Bewegung kommt

In: Friedrich, Katja/Siller, Friederike/Treber, Albert (Hrsg.): smart und mobil. Digitale Kommunikation als Herausforderung für Bildung, Pädagogik und Politik. München: kopaed 2015, S. 81-84

Einleitung in den 2. Teil des Bandes „Pädagogische Potenziale – Wie der Lernort Schule in Bewegung kommt“, der Beobachtungen und Perspektiven des schulischen Bereichs versammelt.

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Knaus, Thomas: Me, my Tablet – and Us. Vom Mythos eines Motivationsgenerators zum vernetzten Lernwerkzeug für autonomopoietisches Lernen

In: Friedrich, Katja/Siller, Friederike/Treber, Albert (Hrsg.): smart und mobil. Digitale Kommunikation als Herausforderung für Bildung, Pädagogik und Politik. München: kopaed 2015, S. 17-42

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Treber, Albert: Gesellschaft gestalten: mobile Medien und non-formale Bildung

In: Friedrich, Katja/Siller, Friederike/Treber, Albert (Hrsg.): smart und mobil. Digitale Kommunikation als Herausforderung für Bildung, Pädagogik und Politik. München: kopaed 2015, S. 163-170

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2014

Aßmann, Sandra/Meister, Dorothee M./Pielsticker, Anja: School’s out? Informelle und formelle Medienbildung

In: Dies. (Hrsg.): School’s out? Informelle und formelle Medienbildung. München: kopaed 2014, S. 7-10

Einleitung mit Kurzzusammenfassungen aller Beiträge des Bandes.

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Cappello, Gianna: A glimpse at media education in Italy

In: Aßmann, Sandra/Meister, Dorothee M./Pielsticker, Anja (Hrsg.): School’s out? Informelle und formelle Medienbildung. München: kopaed 2014, S. 137-143

Gianna Cappello gibt Auskunft über das Spannungsfeld informeller und formeller Medienbildung in Italien.

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Jörissen, Benjamin: Artikulationen. Bildung in und von medialen Architekturen

In: Aßmann, Sandra/Meister, Dorothee M./Pielsticker, Anja (Hrsg.): School’s out? Informelle und formelle Medienbildung. München: kopaed 2014, S. 13-27

Benjamin Jörissen diskutiert das Phänomen „Artikulation“ als wesentliches Moment von Bildungs- und Lernprozessen und skizziert auf dieser Basis Medienbildung und die (Mit-) Gestaltung Digitaler Kultur als ein gesellschaftsweites Entwicklungsfeld. Aus pädagogischer Perspektive formuliert er die zentrale Aufgabe, Artikulationsarchitekturen und -kontexte (z.B. im Social Web) zu analysieren und aktiv mitzugestalten.

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Münte-Goussar, Stephan: (e)Portfolio – eine ambivalente Selbsttechnik

In: Aßmann, Sandra/Meister, Dorothee M./Pielsticker, Anja (Hrsg.): School’s out? Informelle und formelle Medienbildung. München: kopaed 2014, S. 59-72

Stephan Münte-Goussar stellt das (e)Portfolio als ambivalente Selbsttechnik vor. Neben einem Überblick hinsichtlich des komplexen und vielschichtigen Phänomens Portfolio und dessen vielfältigen Einsatzszenarien greift der Autor den Diskurs um das Thema Portfolio auf. Dabei erörtert er drei typische Gegenüberstellungen (Portfolio – ePortfolio, Schule – Bildungsraum Europa, Reformpädagogik – neoliberale Steuerung) und weist diese als Ambivalenzen aus, um eine vierte Gegenüberstellung (Gouvernementalität – Ästhetik der Existenz) vorzuschlagen, die die anderen unterläuft.

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2012

Ertelt, Jürgen: Mehr Beteiligung realisieren durch digitale Medien und Internet. ePartizipation schafft gestaltende Zugänge für Jugendliche zur Demokratieentwicklung

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 81-90

Jürgen Ertelt unterscheidet pädagogische, methodische, mediale und politische Partizipationsmöglichkeiten. Anhand von Beispielen zeigt er aus seiner Sicht gelungene ePartizipationsprojekte auf.

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Lutz, Klaus: Exzessive Mediennutzung als Voraussetzung von ePartizipation. Ein Dilemma – oder die Verhinderungsmechanismen der ePartizipation

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 15-17

Klaus Lutz setzt sich in einem Prolog mit einem Grunddilemma der Medienpädagogik auseinander – mit dem Spannungsfeld exzessiver Mediennutzung als Voraussetzung von virtuosem Medieneinsatz und somit auch für ePartizipation.

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Reichert, Daniel/Panek, Eva: Liquid Democracy – modernes Beteiligungsmodell für Kinder und Jugendliche

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 143-150

Daniel Reichert und Eva Panek sehen Liquid Democracy als Weiterentwicklung bestehender Demokratiemodelle und Motivator für aktives gesellschaftliches Engagement. In ihrem Artikel liefern sie neben einer Definition vor allem eine Bewertung, welches Potenzial Liquid Democracy für die Jugendarbeit bereithält. In erster Linie könnte praktisches demokratisches Handeln durch Liquid Democracy befördert werden und stellt somit einen Ausgangspunkt für das Erlernen von Demokratie dar.

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Reichmann, Sonja: ePartizipation in Jugendverbänden

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 137-142

Die Jugendverbandsarbeit ist sicherlich der Ort, wo Partizipation von Jugendlichen zum elementaren Selbstverständnis gehört. Ohne aktive Beteiligung von Jugendlichen könnte Jugendverbandsarbeit nicht funktionieren. Sonja Reichmann setzt sich mit den neuen Formen der Partizipation auseinander und beschreibt, wie ePartizipation in der Praxis der Jugendverbände aussehen könnte.

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Seitz, Daniel/Rösch, Eike: Jugend-Barcamps – ein Format selbstgestalteten Lernens

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 91-96

Unter dem Blickwinkel des selbstgestalteten Lernens beschreiben Daniel Seitz und Eike Rösch das Format des Barcamps als eine Form von Partizipation. Vor allem zeichnet sich dieses Format dadurch aus, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgestalten können und ihre Beiträge eine tragende Säule der Veranstaltung darstellen.

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Wagner, Ulrike/Brüggen, Niels: Von Alibi-Veranstaltungen und „Everyday Makers“. Ansätze von Partizipation im Netz

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 21-42

Ulrike Wagner und Niels Brüggen ordnen die Ansätze von Partizipation mit Medien in einen systematischen Rahmen und leiten daraus Handlungsleitlinien für die medienpädagogische Praxis ab.

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Winter, Rainer: Politischer Aktivismus, digitale Medien und die Konstitution einer transnationalen Öffentlichkeit

In: Lutz, Klaus/Rösch, Eike/Seitz, Daniel (Hrsg.): Partizipation und Engagement im Netz. Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik. München: kopaed 2012, S. 43-51

Rainer Winter beschäftigt sich mit dem Begriff der transnationalen Öffentlichkeit und stellt unter anderem die Frage, ob der Gebrauch von digitalen Medien den damit verbundenen, aufkeimenden demokratischen Hoffnungen gerecht wird.

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