Medienpädagogischer Küchentalk #15
12. Mai 2026
15:00 - 17:30
Museum für Kommunikation - Leipziger Straße 16, Berlin
Medienpädagogischer Küchentalk #15:
Intimität im Feed – Sexualität junger Menschen in digitalen Medien
- Veranstalter: FSM und GMK in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Berlin
- Moderation: Kristin Narr (GMK e.V.) und Lidia de Reese (FSM e.V.)
- Wo: Museum für Kommunikation Berlin (Leipziger Straße 16, 10117 Berlin) & online im Livestream.
Der Livestream wird zu Beginn der Veranstaltung auf www.fsm.de/event/kuechentalk15/ zu sehen sein. - Anmeldung (nur für die Teilnahme vor Ort) und weitere Infos unter: www.fsm.de/event/kuechentalk15/
Thema:
Digitale Medien prägen heute maßgeblich, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene über Körper, Sexualität, Geschlecht, Beziehungen und Grenzen sprechen, lernen und sich positionieren. Zwischen Aufklärung, Selbstermächtigung, Kommerzialisierung, Pornografisierung und Desinformation entstehen neue Möglichkeitsräume aber auch neue Verletzlichkeiten. Beim 15. Medienpädagogischen Küchentalk stehen u.a. diese Fragen im Fokus:
- Wie prägen Medien Bilder von Körpern, Beziehungen und Begehren?
- Welche Rolle spielen soziale Netzwerke zwischen Aufklärung, Kommerzialisierung und Empowerment?
- Und wie kann eine zeitgemäße Medien- und Sexualpädagogik junge Menschen stärken, informiert und selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen?
- Welche (neuen) Herausforderungen ergeben sich für den Jugendmedienschutz?
- Wie verändern Plattformlogiken, Algorithmen und Bildkulturen Vorstellungen von Sexualität und Intimität?
- Welche Potenziale bieten digitale Öffentlichkeiten für queere, feministische und intersektionale Perspektiven und wo reproduzieren sie Machtverhältnisse, Normen und Ausschlüsse?
Referierende:
- Madita Oeming (Kulturwissenschaftlerin, Autorin & Sexualpädagogin)
- Magdalena Dauber (Redakteurin für das Social Media Format „Doktorsex“ im Auftrag der DAK)
- Sabine Diener-Kropp (Referentin für Medienbildung und Sexuelle Bildung, MeKoSax)
- Michael Terhörst (Leiter der Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten (KidD))
Madita Oeming arbeitet seit einem guten Jahrzehnt zu Themen rund um sexuelle Medien. Als Sexualpädagogin bildet sie deutschlandweit Fachkräfte aus, als Kulturwissenschaftlerin betreut sie ein Projekt zu digitaler Pornokompetenz an der Uni Gießen und als Autorin hat sie zuletzt den Elternratgeber Aufgeklärt statt aufgeregt veröffentlicht.
Magdalena Dauber ist Redakteurin, Social-Media- und Musikmanagerin sowie angehende Intimacy Coordinatorin. Nach ihrem Bachelor Studium in Musikbusiness an der Popakademie Baden-Württemberg war sie unter anderem als Projektmanagerin im Social Media Bereich, Artist Managerin und Gastdozentin tätig. Seit Mai 2023 ist sie als Redakteurin für das Aufklärungsformat „Doktorsex“ zuständig und entwickelt medizinisch fundierte Inhalte für Jugendliche. Ziel des Formats ist es, auf mehreren Plattformen Wissen rund um Körper und Sexualität verständlich, unterhaltsam und faktenbasiert zu vermitteln.
Sabine Diener-Kropp ist Referentin für Medien- und sexuelle Bildung mit dem Schwerpunkt auf selbstbestimmter sexueller Mediennutzung und digitaler sexualisierter Gewalt. Sie arbeitet für die MeKoSax gGmbH, eine Einrichtung für Medienkompetenzförderung in Sachsen. In ihrer Arbeit verbindet sie Medienpädagogik und sexuelle Bildung mit einem Fokus auf die Lebensrealitäten von Jugendlichen. Ihre Themenfelder umfassen insbesondere soziale Medien, Pornografie und digitale Grenzverletzungen.
Michael Terhörst ist seit Juli 2024 Leiter der unabhängigen Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten (KidD). Zuvor leitete er den Indizierungsbereich bei der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) und war stellvertretender Vorsitzender der Prüfstelle für jugendgefährdende Medien. Er war zunächst als Anwalt im Verbraucherschutzrecht tätig, bevor er diverse Positionen bei der damaligen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und beim heutigen BMBFSFJ durchlief. Nebenberuflich hält er Vorlesungen im Staats- und Europarecht, heute schwerpunktmäßig im Jugendmedienschutzrecht.
Programm:
14:45 Uhr: Einlass
15:00 Uhr: Express-Führung durch die Ausstellung „Apropros Sex“
15:30 Uhr: 15. Medienpädagogischer Küchentalk
17:00 Uhr: Get-together
Über die Veranstaltungsreihe:
Die besten Gespräche finden in der Küche statt. Beim Medienpädagogischen Küchentalk versammeln wir daher interessante Gäste und Meinungen an einem Tisch und diskutieren in lockerer Atmosphäre über aktuelle Fragen und Herausforderungen der Medienbildung, Politik und der digitalen Gesellschaft. Mit dabei sind interessante Gäste, kontroverse Meinungen und die Möglichkeit, für das Publikum vor Ort und im Livestream ihre Fragen aktiv mit einzubringen.
Der Medienpädagogische Küchentalk ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK e.V.) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) und findet in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Berlin statt.
Fragen zur Veranstaltung? Wenden Sie sich gern direkt an
Jonas Weissberg | FSM e.V. | 030/24 04 84 43 | weissberg@fsm.de

