Workshop 15: Partizipation im Jugendmedienschutz – (Wie) können Kinder und Jugendliche an Jugendschutzentscheidungen beteiligt werden?

Workshop 15: Partizipation im Jugendmedienschutz – (Wie) können Kinder und Jugendliche an Jugendschutzentscheidungen beteiligt werden?

21.11.2020 webcal
14:30 - 15:30

Kinder und Jugendliche bewegen sich ganz selbstverständlich in digitalen Medienwelten und gestalten diese mit. Sie entwickeln Medienkompetenzen, bilden Vorlieben und Abneigungen heraus, äußern ihre Meinung über Inhalte und machen sich Gedanken darüber, wie diese einzuordnen sind. Bei Diskussionen um Jugendschutzmaßnahmen bleiben Kinder und Jugendliche allerdings außen vor. Das scheint zunächst alternativlos: Schließlich ist bei der Prüfung eines Spiels oder einer Serie das Gefahrenpotenzial nicht vorhersehbar, und es wäre fahrlässig, Kinder unmittelbar in den Entscheidungsprozess einzubeziehen und sie etwa mit brutaler Gewalt oder sexistischen Rollenklischees zu konfrontieren.

Auf der anderen Seite haben Kinder nachdenkliche und kreative Vorstellungen davon, wie ihre eigenen, gerade auch digitalen Lebenswelten gestaltet sein sollen. Wäre es da nicht angezeigt, die Perspektive von Heranwachsenden einzubeziehen, wenn es darum geht, zwischen Teilhabe an medialer Kommunikation und Schutz vor potenziellen Risiken abzuwägen? Würde der Grundsatz „So viel Teilhabe wie möglich und so viel Schutz wie nötig“ von Kindern anders ausgelegt als von Erwachsenen?

Der Workshop stellt die Frage, ob und wie Schutz und Teilhabe im Jugendmedienschutz miteinander vereinbar sind oder sich gegenseitig ausschließen.

Durchführende:

  • Elena Frense, Stiftung Digitale Chancen
  • Claudia Mikat, Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
  • Moderation: Lena Wandner, Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen

Angebot der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen

Eine Kurz-Vita zu allen Beteiligten finden Sie auf der Personen-Seite.

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Die Veranstaltung ist ausgebucht.

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