Workshop 20: Tarifkonzept Kampagne: Eine Stimme für die Medienpädagogik

Workshop 20: Tarifkonzept Kampagne: Eine Stimme für die Medienpädagogik

21.11.2020 webcal
16:30 - 17:30

Beschreibung:

Durch die Digitalisierung wandelte sich auch die Medienpädagogik: Neue Arbeitsfelder und gesellschaftliche Fragen kamen dazu, neue Konzepte der Lehre und neue Technologien taten sich auf. Gerade die aktuelle Corona-Pandemie, gekoppelt mit der jahrelangen Krise im sozialen Bereich und dem akuten Lehrkräftemangel, macht sichtbar, dass die Medienpädagogik momentan auch als expliziter Teilbereich der Pädagogik gebraucht wird.

Der Bedarf an medienpädagogischer Arbeit ist groß, gleichzeitig fallen fast alle freiberuflichen Medienpädagog*innen, die im kulturellen und pädagogischen Bildungsbereichen tätig sind, durch das Raster der Soforthilfe. Selbst das ALG-II-Programm greift nur bei den denen, die komplett alleine wohnen. Bereits vor der Pandemie hatten viele Schulen und andere Bildungseinrichtungen weder Medienkonzepte noch Personal oder Budget, um sich Medienbildung leisten zu können und viele selbstständigen Medienpädagog*innen konnten gerade so von ihrer Arbeit leben.

Insbesondere durch die Corona-Pandemie wird deutlich wie wichtig es ist, dass selbstständige Medienpädagog*innen einen angesehenen Stellenwert in der Gesellschaft erlangen, gekoppelt an einer tariflichen Bezahlung, vernünftigen Verträgen mit Ausfallhonoraren oder Entschädigungen und dergleichen. Aktuell versiert die Projektgruppe Tarifkonzeptkampagne Gespräche mit Gewerkschaften an. Um diese Gespräche zu untermauern und herauszufinden, welche Gewerkschafft gleichzeitig in der Lage ist, Festangestellte und Freiberufliche Medienpädagog*innen zu vertreten, wurden beim Forum Antworten u.a. auf folgende Fragen gesammelt: „Was bracht ihr, um eure täglichen Arbeitsbedingungen zu verbessern?“ „Welche Hindernisse stehen euch im Weg?“

Bericht der Referent*innen:

Wir haben im Workshop die öffentliche Wahrnehmung und Aufgabe von Medienpädagog*innen in der Covid-Pandemie reflektiert sowie die damit verbundene Bezahlung diskutiert. Passend zum Thema „Medienkultur und Öffentlichkeit“ wollen wir mit der Tarifkonzept-Kampagne mehr Öffentlichkeit für unsere Forderungen schaffen und haben zahlreiche Ideen gesammelt, die nach dem Forum weiter bearbeitet werden. Denn es wurde mehr als deutlich, dass eine gerechte Bezahlung sowohl der Angestellten als auch selbstständigen Medienpädagog*innen gefordert wird. Um das zu erreichen, wollen wir sowohl Kontakt mit Gewerkschaften und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) aufnehmen als auch unsere Arbeit über eine Gruppe im GMK-Mitgliederbereich koordinieren (https://mitglieder.gmk-net.de/project/tarifkonzept-kampagne-medienpaedagogin/).

Durchführende:

  • Stefan Koeck, Medienwerkstatt Identity Films e.V.
  • Heiko Wolf, Der Medienwolf

Eine Kurz-Vita zu allen Beteiligten finden Sie auf der Personen-Seite.

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