Workshop 21: Innovativität und Digitalisierung im Unterricht – Die Methode der Innovativitätsfördernden Simulation (IfS)

Workshop 21: Innovativität und Digitalisierung im Unterricht – Die Methode der Innovativitätsfördernden Simulation (IfS)

19.11.2021 webcal
14:00 - 15:30

Beschreibung

Wir sind von Innovationen umgeben – von Neuerungen, die als positive Veränderung beschrieben werden. Schülerinnen und Schüler (SuS) sollen kritisch auf Neuerungen reagieren und Fortschrittsversprechen in ihrer Widersprüchlichkeit hinterfragen können. Sie sollen auch lernen, die Welt nach ihren Vorstellungen mitgestalten zu können.

Der Workshop stellte die an Planspiele angelehnte Methode der „Innovativität fördernden Simulation (IfS)“ (Borukhovich-Weis et al. 2021; Weis et al. 2017) vor. „Bildung für Innovativität“ (Scharf/Gryl 2020) fördert Partizipation und Mündigkeit von SuS (Scharf et al. 2019). Die IfS ist eine Methode im Sinne einer solchen Bildung für Innovativität. Sie ermöglicht SuS, ihre Lebenswelt kritisch zu hinterfragen und sie mitzugestalten. SuS lernen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und in Aushandlung und Kooperation mit anderen ihre Lebenswelt zu gestalten – also an Innovationsprozessen reflektiert und aktiv teilzunehmen. Im Zuge der Methode entwickeln die SuS zunächst in einem fiktiven Szenario Modelle zur Gestaltung ihrer räumlichen oder sozialen Lebenswelt. Diese werden im zweiten Schritt als Ausgangspunkt für tatsächliche Umgestaltungen genutzt, wie die Implementierung demokratischer Strukturen in der Schule oder die Gestaltung des Schulhofs.

Die Teilnehmer*innen des Workshops nahmen live an einer IfS teil und reflektierten diese anschließend im Plenum. Die Referent*innen erläuterten die theoretischen Hintergründe zu Innovativität und zur Methode IfS. Sie gaben zudem Einblicke in die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten in Schule und der universitären Lehramtsausbildung.

Durchführende:

  • Prof. Dr. Inga Gryl, Institut für Sachunterricht (ISU), Universität Duisburg-Essen (UDE)
  • Jan Grey, Institut für Sachunterricht (ISU), Universität Duisburg-Essen (UDE)
  • Swantje Borukhovic-Weiss, Institut für Sachunterricht (ISU), Universität Duisburg-Essen (UDE)

Eine Kurz-Vita zu allen Beteiligten finden Sie auf der Personen-Seite.

Bericht

Im ersten, praktischen Teil des Workshops haben die Teilnehmer*innen nach einer Einführung in die IfS zunächst in Einzel- dann in Gruppenarbeit zum Thema Schul- und Schulhofgestaltung Ideen entwickelt und diese in einem Miro-Board festgehalten:

Ergebnisse von Gruppe 1

  • Zielgruppe sollte in der Gestaltung und im Schaffen beteiligte sein (z.B. beim Gärtern)
  • Beziehungen fördern
  • Veränderlichkeit, modular, erweiterbar
  • Verknüpfung mit digitalen Räumen
  • Nachhaltigkeit mitdenken
  • Universal design
Ausschnitt aus dem Miro-Board:

Ergebnisse von Gruppe 2

  • Privatsphäre auf dem Schulhofe gegen Überwachung
  • Rückzugsräume auch in der Schule
  • Möglichkeit, sich einzubringen durch Gestaltung, Schaffen
  • inklusiv
  • Klassenkonzept hinterfragen, Kurse, Interessenorientierung
  • Digitalisierung gegen das Frontalkonzept
  • Peer-to-Peer-Formate
  • Ob und wie Notengebung noch unklar
Ausschnitt aus dem Miro-Board:

Zusammenschau der Ergebnisse

  • Raum ist Sozialisationsraum
  • Mitgestaltung und Partizipation sind ein Prozess, in den die Betroffenen eingebzogen werden sollten
  • Nachhaltigkeit von Gestaltung
  • Gesellschaft sollte inklusiv und solidarisch sein und sich in Schule widerspiegeln
  • Hinterfragt generell Beziehungen, Gesellschaftsform

Im zweiten, theoretischen und reflektierenden Teil des Workshops hat die Workshop-Leitung einen Input zu der Methode, den theoretischen Hintergründen zu Innovativität und Digitalisierung sowie Erfahrungen aus der Praxis geliefert. Im Anschluss wurde im Plenum über die Methode, den Input sowie den Workshop reflektiert und diskutiert.

In der Diskussion wurde folgendes festgehalten:

  • Visualisierung sinnvoll
  • Sinn von Digitalisierung in der Schule, Chancen des Technikeinsatzes
  • Beteiligungsprojekt alte Feuerwache in Köln – auch künstlerische Ansätze (Vernissage, Film,…)
  • Think outside the box – außerhalb Schule in der bekannten Form denken

Abschließendes Fazit

Der vorgesehene Ablauf konnte im Workshop wie geplant umgesetzt werden. Es gab keine (technischen) Probleme. Der Workshop wurde aus unserer Sicht zudem positiv aufgenommen und die Teilnehmer*innen haben sich aktiv beteiligt.

Miro-Board aus dem Workshop: https://miro.com/app/board/o9J_l0IbFrM=/?invite_link_id=371727443670 (Passwort: Innovasien)

Präsentation als PDF

Bookings

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